SVP SG steigt mit Thomas Müller in Ständeratswahlkampf - mit Büchels Unterstützung
11. August 2014
Erschienen in: St. Galler Tagblatt, Rheintaler, Thurgauer Zeitung, Appenzeller Zeitung, und div. Tagblatt-Kopfblätter; Luzerner Zeitung

www.rheintaler.ch/ostschweiz/stgallen/kantonstgallen/tb-sg/St-Galler-SVP-und-CVP-wollen-Sitz-der-SP-im-Staenderat;art122380,3916224

Seit Winter wurde es gemunkelt, nun ist es spruchreif: Die St.Galler SVP schickt den Rorschacher Stadtpräsidenten und Nationalrat Thomas Müller in den Ständeratswahlkampf.

Marcel Elsener

Müller selber und SVP-Kantonalparteipräsident Herbert Huser bestätigen die Ansage des Schweizer Parteichefs Toni Brunner am Samstag bei der Rorschacher Kreispartei. Roland Rino Büchel, ein potenzieller Kandidat, unterstützt den Rorschacher Stadtpräsidenten.

«Müller geniesst die Unterstützung des Vorstands», sagt Huser. Noch in diesem Jahr soll Müller von den Delegierten für die Erneuerungswahlen 2015 nominiert werden.

Mit einer internen Kampfwahl rechnet Huser nicht; andere potenzielle Kandidaten – wie die Nationalräte Lukas Reimann und Roland Rino Büchel – unterstützten die Kandidatur Müllers. Huser spekuliert mit einem zweiten Wahlgang, zumal er weitere Kandidaturen auch kleinerer Parteien wie GLP oder BDP nicht ausschliesst.

CVP gibt nicht kampflos bei

Toni Brunner war 2011 im zweiten Wahlgang gegen den SP-Nationalrat und Gewerkschaftschef Paul Rechsteiner unterlegen: eine Sensation. Nun versteht die SVP ihren neuen Anlauf als Kampfansage gegen «den Linken Rechsteiner», der erst der dritte St.Galler Sozialdemokrat im Ständerat ist. Ihren langjährigen Sitz zurückerobern will jedoch auch die CVP, die 2011 mit Michael Hüppi ihren Sitz nicht verteidigen konnte. Der Wahlausschuss habe dies noch vor den Sommerferien entschieden, sagt CVP-Sekretär Ralph Lehner: «Wir treten sicher an, aber wir wissen noch nicht mit wem.»

Zuoberst auf der Wunschliste sind die Regierungsräte Martin Gehrer und Beni Würth sowie Bauernpräsident und Nationalrat Markus Ritter. «Bei ihnen probieren wir es weiter, da gibt es noch keine verbindlichen Absagen», zwinkert Lehner. «Aufgrund der Wählerstärke und der Geschichte» rechne sich die CVP Hoffnungen aus. Nominiert wird wohl im Januar 2015 und intensiv geplaudert sicher am 28. August am Parteitag, wenn die CVP in Heerbrugg mit Ständerat Filippo Lombardi «talkt».

«Guter Job, gutes Gespann»

Auch die CVP zielt «indirekt» gegen Rechsteiner und nicht gegen FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter. Die SP bleibt gelassen. «Paul Rechsteiner macht einen guten Job, das ist bester Wahlkampf», sagt Kantonalpräsidentin Monika Simmler. «Und das Gespann klappt sehr gut. Es gibt keinen Anlass, an dieser St.Galler Ständevertretung etwas zu verändern.»

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