Büchel und das Spitzbuabawäagli - die 1.-August-Rede im Originaltext
2. August 2012
Erschienen in: Der Rheintaler, Rheintalische Volkszeitung

Ich hielt die gestrige1.-August-Rede auf dem Blattenberg. Der "Blattner", wie wir Oberrieter ihn nennen, liegt nur wenige hundert Meter hinter meinem Elternhaus an der Rheinstrasse.

Drei Familien, alle Mitglieder vom Skiclub Oberriet, organisierten einen sehr guten Anlass. Das OK um Röbi Dünser machte eine hervorragende Arbeit. Das kam bei diesem Bericht nicht zur Geltung:

Hier noch ein Auszug aus den "Klatschspalten" unserer Lokalzeitung:

 

Hier der Text der Ansprache. Es ist durchaus möglich, dass man beim Durchlesen einen anderen Eindruck davon erhält als der Journalist der Regionalzeitung...

Bevor ich anfange, gibt es eine kurze Antwort auf zwei Fragen zu meinem Bart, die mir in den letzten Wochen vielfach gestellt worden sind.

Warum und bis wann?

Erstens, warum? – 48 Männer liessen sich für die Weltpremiere von „Tell, das Musical“ einen Bart wachsen. Ich bin einer davon.

Zweitens, wie lange noch? – Heute Abend kommt er weg.

Und – Es lohnt sich unbedingt, den Tell auf der Seebühne in Walenstadt anzuschauen. Ob mit oder ohne Bart, das spielt keine Rolle. Der Tell wird noch bis zum 25. August 2012 aufgeführt. 

Der Geist vom Spitzbuabawäaglli und der Geist vom Blattner

In Walenstadt spürt man den „Geist vom Tell“.

Ich stelle den 1. August hier in Oberriet unter das Motto:  

„Der Geist vom Spitzbuabawäaglli und der Geist vom Blattner“

Es gibt keine Geschichte über ein Gespenst im Wald oder im Burgturm. Es geht um den anderen Geist; es geht um die Einstellung, oder den „Spirit“ wie man auf Englisch oder im Sport sagen würde.

Apropos Sport: Es geht auch nicht um den “Geist vom Blatter“, Sepp, aus dem Oberwallis.  

Heute geht es um Demokratie – und nicht um Sonnenkönige. Und – so wichtig wie sie glauben, sind die Sportfunktionäre für unsere Schweiz ganz klar nicht.

Der Bundesfeiertag ist bei uns ein Tag der Dankbarkeit, der Demut und der Bescheidenheit.

Es geht heute nicht nur um den „Geist vom Schloss Blatten“. Sondern auch um den Geist der Oberrieter, um den Geist der Rheintaler und um den Geist der Eidgenossen.

Schweizer im Ausland:

Heute feiern die Schweizerinnen und Schweizer an tausenden Orten. Überall kommen Menschen zusammen. Nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt.

Mehr als 700‘000 Schweizerinnen und Schweizer leben im Ausland.

Zum Beispiel in Winnipeg, in Kanada. Dorthin wanderte Donat Büchel, der älteste Sohn vom „Schneider Büchel“ aus Oberriet vor genau 50 Jahren aus. Seine Mutter Lina Büchel ist heute 99 Jahre alt geworden.

Oder schauen wir nach Südamerika. Allein in Argentinien wohnen fast so viele Nachfahren von Schweizer Auswanderern wie das ganze Rheintal Einwohner hat.

Die Schweizer leben dort zum Teil schon in der vierten oder fünften Generation. Warum waren ihre Ururgrossväter und die Urgrossmütter ausgewandert?

Fast alle litten Not, ihre Grossfamilien waren arm und hatten in der Schweiz zu wenig zu essen.

Es sind auch Nachfahren von den Familien Schegg oder Gächter aus dem Rheintal, die heute weit weg von ihrer ursprünglichen Heimat den Geburtstag der Schweiz feiern. Sie heissen nicht mehr Paul, Hans oder Sepp –  sondern Pablo, Juan und José.

Die Schweizer kommen heute, so wie in Südamerika, auf allen Kontinenten zusammen. Jedes Fest wird anders organisiert. Manchmal hält jemand eine Rede, manchmal nicht. Das spielt gar keine Rolle.

Denn es geht um die Bürger unseres Landes – und nicht um Präsidenten und Generäle.

Nationalfeiertage in anderen Ländern:

Wie ist es, wenn die anderen rund 200 Staaten, die es auf dieser Erde gibt, ihren nationalen Feiertag abhalten? – Die Leute sind dort vielfach Statisten für Staatschefs, die sich bejubeln und beklatschen lassen.

Nehmen wir Frankreich als Beispiel. Die Franzosen feiern jeweils den „Quatorze Juillet“. Das ist der Tag der französischen Revolution.

Stundenlange Défilés von Militär und Marine, eine grosse Rede des Staatspräsidenten, Tribünen mit allerhand verschiedenen Kategorien von Ehrengästen und, und, und…

Der Staatsapparat demonstriert seine Macht.

Wenn sich die Mächtigen feiern, spielen Staatsschulden und Eurokrise keine Rolle. Sparen können andere. Das ist nicht nur in Frankreich so. Sondern in den meisten Ländern, die zentral regiert werden.

Ich bin sehr froh, dass wir unseren Staat anders organisiert haben – föderalistisch, von unten nach oben.

Ausländische Politiker fangen an, unser Modell zu verstehen, zum Beispiel in Deutschland. Vor ein paar Tagen schrieb der Ministerpräsident von Baden-Württemberg einen grossen Artikel für die Neue Zürcher Zeitung.

Ich zitiere daraus:

„Es gibt in der deutschen Gesellschaft ein wachsendes Unbehagen an der Demokratie.

Die empörte Bevölkerung hat das Vertrauen in die demokratischen Institutionen und ihre Verfahren verloren.

In der Bürgerschaft wachsen die Zweifel, ob unsere Institutionen überhaupt noch ihre Interessen vertreten, ob das Gemeinwohl die allgemeine Richtschnur politischer Entscheidungen ist.“

Das Gemeinwohl:

Das Gemeinwohl als Basis für politische Entscheidungen? – Das ist nichts Neues, aber es ist entscheidend.

Die Eidgenossen haben schon vor 721 Jahren gemerkt, dass man sich für einander einsetzen muss.

Zu jener Zeit waren unsere drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden stark bedroht. Und das Schlimmste: Man wollte den einfachen Leuten die Freiheit nehmen.

Man wollte ihnen von aussen her vorschreiben, was sie zu tun hätten.

Daraufhin sind die Innerschweizer zusammengestanden. Sie leisteten einen Schwur auf einen Freiheitsbrief. Darin heisst es:

Wir wollen unser Schicksal selber bestimmen. Wir dulden weder fremde Richter noch irgendwelche Herrscher, die sich über uns stellen.

Hat jemand von Ihnen den Bundesbrief schon gesehen? Er ist in einer Vitrine im Bundesbriefmuseum in Schwyz ausgestellt.

Er ist ein bisschen grösser als eine A-4-Seite. In 17 Zeilen klärten unsere Vorfahren die wichtigsten Fragen.

Heute braucht es, zum Beispiel, für das „europaeinheitliche Hygienerecht“ 1‘000 Mal mehr Platz als für das Grundlagenpapier für unseren Staat!

Im Sommer 1291 konnten die Innerschweizer Bauern noch nicht wissen, was das kleine Stück Pergament alles auslösen würde.

Der Westfälische Frieden:

Neben 1291 gibt es für unsere Unabhängigkeit ein weiteres, für mich ganz entscheidendes, Ereignis: Der Westfälische Friedenskongress von 1646 bis 1648.

Dieser Kongress war zwar nicht so blutig wie die berühmten Schlachten während des Mittelalters. Dafür kämpfte der Schweizer Unterhändler schlau wie ein Fuchs und mutig wie ein Löwe für unsere Unabhängigkeit.

Damals lag Europa, wie vielfach in der Geschichte, am Boden. Trotz all diesem Elend liess man es sich am Kongress gut gehen.

Unter all den Herrschaften in Samt und Seide stand für die Eidgenossen ein bescheidener Mann in der Arena. Er hatte nur ein Ziel: Die Freiheit für seine Heimat.

Wie dannzumal Johann Rudolf Wettstein haben die Bürger der Schweizerischen Eidgenossenschaft während mehr als 700 Jahren immer wieder Entschlossenheit bewiesen.

Das geschah manchmal mutig, kämpferisch und mit dem Einsatz des eigenen Lebens auf dem Feld, viele Male auch mit diplomatischem Geschick hinter den Kulissen.

Der Geist der Eidgenossen:

Diese Kombination, das ist der „Geist der Eidgenossen“. Und dieser Geist ist die Grundlage für unsere Eidgenossenschaft. Er machte uns solide, stark und widerstansfähig.

Die Schweiz ist über all die Zeit von unten nach oben gewachsen. Wie eine Blume, ein Strauch oder ein Baum.

Wer mit beiden Füssen auf dem Boden steht, der kann einiges aushalten. Wie die Pflanzen hier auf dem Blattner, die gut verwurzelt sind. Die bleiben auch stehen, wenn der Föhn einmal wild tut.

Neben diesem „Geist der Eidgenossen“ gibt es auch noch den „Geist von Oberriet“.

Dazu gibt es eine schöne Geschichte: Sie spielte sich um das Jahr 1800, also vor über 200 Jahren und mehr als 500 Jahre nach dem Rütlischwur.

Damals besetzten die Franzosen unser Land und wollten einen zentralistisch regierten Staat einrichten.

So mussten auch die Rheintaler schwören, sich an die Regeln und Gesetze der „Helvetischen Republik“ von Napoleon Bonaparte zu halten.

Auch die Oberrieter hätten einen solchen Eid ablegen müssen.

Doch unsere rebellischen Vorfahren widersetzten sich Napoleons Verfassung. Die Franzosen merkten es zuerst gar nicht.

Warum? Als den Rheintalern der Text vorgelesen wurde, verlangten die Franzosen von unseren Leuten jeweils, dass sie zur Antwort geben müssten:

„Wir schwören es!“

Was aber antworteten die Oberrieter?

„Wir hören es!“

Logischerweise fühlte sich keine Oberrieterin und kein Oberrieter verpflichtet, die Regeln Napoleons zu akzeptieren…

Der Geist vom Spitzbuabawäagli:

Jetzt kommen wir vom „Geist von Oberriet“ zum „Geist vom Blattner“. Diesen habe ich vor mehr als 40 Jahren selbst erlebt. Es ist auch der „Geist vom Spitzbuabawäagli“.

Noch bevor ich in die Schule musste, dann aber auch im Kindergarten und während der ersten Jahre in der Primarschule war ich jede Woche mindestens einmal auf dem Blattner.

Ich wuchs wenige hundert Meter von der Burg entfernt, bei der Schlossgarage an der Rheinstrasse auf.

Wir Buben vom Oberdorf nahmen damals immer das „Spitzbuabawäagli“ hier zur Burg herauf – und nicht den Weg mit den betonierten Treppen.

Vielfach machten wir ein Rennen mit denen, die über den ausgebauten Weg zum Schloss herauf kamen. Wenn es nicht gerade gar nass und rutschig war, gewannen immer die Spitzbuben.

Als ich älter wurde, war ich wegen meiner Arbeit viel im Ausland. Wenn ich jeweils zum Blattner zurückkam, fand ich es sehr schade, dass immer weniger Buben und Mädchen das „Spitzbuabawäagli“ hinauf- und hinunterkraxelten und dass jenes wieder überwuchert war.

Als ich später wieder sah, wie Teile des unteren „Spitzbuabawäaglis“ wieder hervorkamen und weiter oben sogar ein neues dazukam, da war ich irgendwie wieder beruhigt.

Warum? Es war für mich wie ein Symbol: Die kleinen Oberrieter waren wieder bereit, ihren Mut zusammenzunehmen und Neues zu versuchen. Sie waren bereit, etwas zu riskieren, anstatt den Weg des geringen Widerstands zu gehen.

Es ist gut, wenn die Kinder immer wieder neue Möglichkeiten suchen, um zum Ziel zu kommen. Und es macht überhaupt nichts aus, wenn es einmal eine Beule am Kopf oder eine Schramme am Knie gibt.

Und es ist gut, wenn wir Älteren den Jüngeren nicht immer sagen, warum das nicht geht und jenes gefährlich ist. Es ist gut, dass sie die Freiheit spüren dürfen.

Schauen wir nochmals zurück ins 13. Jahrhundert:

Die Freiheitskämpfer aus den drei Urkantonen riskierten weit mehr als ein paar Beulen oder Schrammen. Sie setzten ihr Leben ein, als sie sich gegen die ungerechte Habsburger Obrigkeit auflehnten.

Doch etwas war genau gleich: Sie suchten – wie die Oberrieter Spitzbuben – ihren eigenen Weg.

Es war und ist der Wille der Schweizerinnen und Schweizer, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

Wir wollen unabhängig sein. Wir wollen ein Land sein, in dem wir Menschen, die hier leben, selbst entscheiden, ob wir das „Spitzbuabawäagli“ oder – auch das ist manchmal notwendig und richtig – die Betontreppe nehmen wollen.

Die Schweiz ist nicht gross, nicht von der Fläche her. Auch nicht von der Anzahl Einwohner. Eigentlich sind wir ein armes Land.

Wir haben keine Bodenschätze. Wir haben schlechte Voraussetzungen. Wenn es nach studierten Ökonomen und deren Theorien ginge, könnte es uns gar nicht gut gehen.

Was sind die Hauptgründe dafür, die Schweiz trotzdem stark wurde?

Erstens: In unserem Land wird die Eigenverantwortung von uns Bürgerinnen und Bürgern in den Vordergrund gestellt.

Zweitens: Wir regeln die Dinge zuerst in der Familie, dann in der Gemeinde, dann im Kanton, und erst dann auf Bundesebene.

Wo es notwendig ist, verhandeln wir natürlich mit anderen Staaten und internationalen Organisationen. Das ist klar.

Wichtig ist, dass wir bei diesen Verhandlungen das richtige Bewusstsein haben, also den richtigen Geist und den richtigen Ansatz wählen.

Die Direkte Demokratie:

Die grossen internationalen staatlichen Konstrukte und Maschinerien sind schwerfällig. Aber nicht nur das. Sie machen träge und unterdrücken in vielen Fällen die direkte Demokratie.

Das entspricht uns Schweizern nicht. Wir sind mit der direkten Demokratie aufgewachsen und haben diese im Blut.

Wir sind es nicht gewohnt, dass der Staat zu viel Macht und Einfluss hat. Es widerspricht unserem Denken und unserer Geschichte.

Wenn ich mit Leuten aus dem Ausland rede, können diese meistens gar nicht glauben und verstehen, dass man in diesem „Sonderfall Schweiz“ mit der direkten Demokratie die Politiker immer wieder auf den richtigen Weg bringen oder auf den Boden zurückholen kann.

Wie? – Zum Beispiel mit einem Referendum: Mit 50‘000 Unterschriften können die Bürgerinnen und Bürger bei uns die Gesetze der Politiker zur Volksabstimmung bringen.

Wisst Ihr, wie viele Unterschriften es an anderen Orten braucht? Nehmen wir noch einmal Baden-Württemberg als Beispiel. Das Bundesland ist von der Fläche, der Wirtschaftskraft und der Einwohnerzahl her mit der Schweiz vergleichbar.

Der Ministerpräsident schrieb im erwähnten NZZ-Artikel:

„Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen in Baden-Württemberg ein Sechstel der Wahlberechtigten, was 1,25 Millionen Menschen entspricht, innerhalb von zwei Wochen unterzeichnen.“

Leider stimmt das. Und ich sage noch dazu: All diese gültig gesammelten Unterschriften sind für das Parlament und die Regierung nicht einmal verbindlich.

Und noch eine Zahl: Ein Schweizer kann in einem Jahr gleichviel Mal abstimmen wie ein Engländer in seinem ganzen Leben.

In anderen Ländern können die Bürger nicht einmal das: Für sie heisst „Demokratie“, dass sie alle paar Jahre das Parlament wählen dürfen. Und vielleicht den Präsidenten. Mehr nicht.

Das kann durchaus angenehm sein. Die Bürger können sich zurücklehnen und für alles die Schuld den Politikern in die Schuhe schieben. Und sagen, dass jene „dort oben sowieso machen, was sie wollen“.

Doch wir Schweizer wollen diese Bequemlichkeit nicht. Das ist nicht der Geist der Eidgenossenschaft, das ist nicht der Geist der Rheintaler, das ist nicht der „Geist der Oberrieter“ – und es ist ganz sicher nicht der „Geist der Spitzbuben vom Blattner“.

Unsere direkte Demokratie ist wirkungsvoll und beständig. 721 Jahre Geschichte sind der beste Beleg dafür.

Wie verteidigen wir unsere Schweiz und unsere direkte Demokratie gegen aussen?

Die Vorgaben für das Zusammenleben auf internationaler Ebene stehen im Artikel 2 der Bundesverfassung:

«Die Schweizerische Eidgenossenschaft schützt die Freiheit und die Rechte des Volkes und wahrt die Unabhängigkeit und Sicherheit des Landes.»

Freiwilligenarbeit:

Was kann jede und jeder Einzelne von uns machen, damit unser Land zusammenhält? Was ist der Kitt, den viele von uns tagtäglich beitragen, um das „Gebilde Schweiz“ zusammenzuhalten?

Es ist etwas, das die meisten von Euch tun, ohne dass sie sich dazu gross Gedanken machen – nämlich die Freiwilligenarbeit.

Rund 3 Millionen Menschen sind bei uns freiwillig engagiert. Im Sport, in der Kultur, in sozialen und kirchlichen Organisationen, im öffentlichen Dienst, in politischen Ämtern, usw.

Die Bewohner der Schweiz leisten insgesamt 700 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit pro Jahr, gratis und franko.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Skiclub Oberriet. Neben der ganzen „skiclubtypischen“ Arbeit führen Mitglieder an den Sonntagen jeweils die Schlosswirtschaft.

Und das initiative OK um Röbi, Oli und Kurt hat auch dieses Jahr wieder eine wunderbare 1.-August-Feier auf die Beine gestellt.

Gibt es in der Ehrenamtlichkeit einen wesentlichen Unterschied zu anderen Ländern? – Bei uns wird zwischen zwei und zehn Mal mehr freiwillige Arbeit geleistet als in den EU-Staaten.

Die Freiwilligenarbeit, vor allem die in den Vereinen, bringt die verschiedenen Generationen und die unterschiedlichen sozialen Schichten zusammen.

Schluss und Zusammenfassung:

Nutzen wir unseren Nationalfeiertag, um an die Grundsäulen der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu denken.

Unser Land steht auf drei Pfeilern: Freiheit, Souveränität, Neutralität

Ganz wichtige Stützen für unseren Staat und unser Zusammenleben sind aber auch das Milizsystem und die unbezahlbare und unbezahlte Freiwilligenarbeit.

Beides gibt es in dieser Art und in diesem Ausmass nur in der Schweiz.

Wenn wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und dazu Sorge tragen, dann – und davon bin ich überzeugt – bleiben wir auch künftig an der Spitze mit dabei.

Auch dank unseren innovativen Unternehmen. Und mit dem Einsatz uns allen, nämlich den Menschen, die in diesem Land leben!

Vergessen wir etwas nicht: Unsere Grosseltern mussten zum Teil weit fortziehen, um überleben zu können. Wir haben es in der Hand, dass unsere Kinder ihr Glück hier bei uns finden.

Und, zum Schluss, denken wir daran: Die „Gofen“ wagen es, jeweils das „Spitzbuabawäagli“ zu nehmen, um hier auf den Blattner herauf zu kommen.

Lassen wir sie machen. Binden wir sie nicht zurück! Freuen wir uns, wenn die Jungen eigene Wege suchen und finden!

Mutig neue Wege suchen und dabei das Risiko der Bequemlichkeit vorziehen; das sollten wir auch als Erwachsene tun. Nicht immer. Aber öfters mal wieder.

Das tut gut und bringt uns vorwärts. Nehmen wir etwas vom „Geist vom Blattner“ und vom „Geist vom Spitzbuabawäagli“ mit nach Hause!

In diesem Sinn und mit dieser Bitte wünsche ich Euch, liebe Gäste, weiterhin ein fröhliches Fest und eine gute, erfolgreiche Zukunft.

Danke.

Oberriet, 1. August 2012 – Roland Rino Büchel

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