Ghadhafi verhöhnt die Schweiz - Calmy-Rey beleidigt Kolumbien
2. August 2008
Erschienen in: div. Zeitungen

In verschiedenen hervorragend recherchierten Artikeln deckt die "Weltwoche" Hintergründe über die Auswüchse der bizarren "aktiven Aussenpolitik" unserer sozialistischen Aussenministerin Calmy-Rey auf. Die Befreiung der ehemaligen kolumbianischen Präsidentschaft-Kandidatin Ingrid Betancourt aus den Klauen der sozialistisch-kommunistischen Terrororganisation FARC ermöglichte tiefe Einsichten.

Falls unsere Parlamentarier in Bern nicht schlafen und jetzt die richtigen, harten Fragen stellen; unsere Bundesrätin wird einiges zu erklären haben. Ihr Vorgänger, der farblose Joseph Deiss, wahrscheinlich auch.

"Dubiose Seilschaften" (Weltwoche 30/08) von Alex Baur 

Ursprünglich schrieb ich einen kurzen Leserbrief an die "Weltwoche". Verschiedene Zeitungen übernahmen diesen als Kommentar zum aktuellen Geschehen: 

Im Fall Calmy-Rey vs. Kolumbien hat der linke Schweizer Lehrer Jean-Pierre Gontard Geldbote gespielt. Und wohl eine halbe Million Franken an eine sozialistische Terrororganisation aus Menschenräubern und Drogen-Guerilleros überbracht. Deswegen will ihn die Staatsanwaltschaft befragen. Unsere Bundesrätin versucht, ihre Muskeln spielen zu lassen und dies zu verhindern. 

Wir müssten alles Interesse daran haben, dass dieser Sache auf den Grund gegangen wird. Doch was tut unsere sozialistische Aussenministerin? Sie wendet Ghadhafi-Methoden an und macht klar, dass sie sich um die Gewaltentrennung in einem demokratischen Staat foutiert.

"L'état c'est moi!" scheint ihre Maxime. Wie damals bei Louis XIV, dem französischen Sonnenkönig und klassischen Vertreter des höfischen Absolutismus. Jene Zeiten sind zum Glück vorbei. Unsere Demokratie funktioniert anders. Auch für Madame Calmy-Rey. Würde man meinen.

(von Kantonsrat Roland Rino Büchel, ehemals Mitarbeiter beim EDA) 

Ein hochrangiger ehemaliger und Mitarbeiter beim Aussenministerium von Frau Calmy-Rey schrieb mir: "Damit hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Du hast das geschrieben, was wir Diplomaten leider nur denken dürfen."  

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