Büchel einstimmig bestätigt
2. Mai 2016
Erschienen in: Der Rheintaler Online

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Neuer Hauseigentümer-Präsident

Max Tinner

Die Mitglieder des Hauseigentümerverbands Oberrheintal wählten an ihrer Hauptversammlung am Samstag in der Rhema-Tagungshalle einen neuen Präsidenten: Daniel Fischlin löst Roger Stieger ab. Ausserdem kamen sie in den Genuss dreier Fachreferate.

ALTSTÄTTEN. Der Hauseigentümerverband Oberrheintal hat einen neuen Präsidenten. Roger Stieger übergab das Präsidium an der Hauptversammlung seinem Vorstandskollegen Daniel Fischlin. Stieger wird weiterhin im Vorstand mitwirken. Ebenso die weiteren bisherigen und einstimmig bestätigten Vorstandsmitglieder: der Rebsteiner Gemeindepräsident Andreas Eggenberger, Guido Saxer aus Eichberg (er ist Liegenschaftenspezialist bei der UBS in St.Gallen), Norbert Lüchinger aus Montlingen (Bankleiter der Raiffeisenbank Oberes Rheintal), Susanne Weder aus Oberriet (Geschäftsführerin der Rino Weder AG), der Oberrieter SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel und der Arzt Benedikt Frei, ebenfalls aus Oberriet. Ausserdem wurde der Vorstand um ein Mitglied aufgestockt: mit Sabine Kluser aus Altstätten, Staatsanwältin am Untersuchungsamt Rheintal.

Hunderte Mitglieder gewonnen 

Roger Stieger stand dem HEV Oberrheintal sechs Jahre lang vor – und dies sehr erfolgreich, wie der Widnauer CVP-Kantonsrat Patrick Dürr im Namen des Vorstands des Kantonalverbands betonte. In Stiegers Präsidialzeit sei der HEV Oberrheintal nämlich um rund 30% auf heute 1622 Mitglieder gewachsen. 

Dürr berichtete ausserdem aus dem Kantonsrat. Die Beratung des neuen Planungs- und Baugesetzes sei aus Sicht der Hauseigentümer eines der wichtigsten Geschäfte der letzten Legislatur gewesen. Die Hauseigentümervertreter hätten sich vehement gegen das Kaufrecht der Gemeinden (damit sie Bauland verfügbar machen können) gewehrt. Letztlich sei das Gesetz nicht ganz so herausgekommen, wie sie es es gerne gesehen hätten; man habe aber einen akzeptablen Kompromiss erzielt.

Einen Wechsel gab es kürzlich in der Geschäftsstelle des Kantonalverbands. Altershalber ist Karl Güntzel zurückgetreten und hat die Geschäftsführung Remo Daguati übergeben. Daguati war während Jahren im Standortmarketing tätig und hat Firmen aus dem Ausland in die Schweiz geholt. Zuvor, noch beim kantonalen Amt für Wirtschaft, war er auch in die Umnutzung des Viscosuisse-Areals involviert. An der HEV-Hauptversammlung in Altstätten zog er Bilanz über den Erfolg der Ostschweiz im internationalen Standortmarketing. Sie fiel nüchtern aus. Zwar rangiere die Ostschweiz zusammen mit dem Tessin immerhin noch an fünfter Stelle – die schlechte Nachricht: weitere folgen nicht. 

Ostschweiz braucht Impulse

Daguati ortet mehrere Gründe für das magere Fazit. So fehle ein Forschungsableger der ETH. Die Ostschweiz sei noch zu sehr in ihrer Tradition als Textilstandort verhangen. Sie positioniere sich zu sehr über ihr niedriges Kostenniveau. Das genüge im internationalen Standortwettbewerb nicht. Nicht zuletzt, weil ausreichend grosse Areale für die Ansiedlung grosser ausländischer Unternehmen oft nicht innert nützlicher Frist verfügbar seien.
Wichtig aus Sicht der Hauseigentümer sei, dass die Arbeitsplätze gehalten werden können und dass es zu neuen wirtschaftlichen Impulsen kommt. Dann müsse man sich keine Sorgen um den Wert der Liegenschaften machen. Dafür seien aber mehr denn je gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und das Eigentum nötig.

Als weiteren Referenten hatte der HEV Oberrheintal Carsten Hagedorn eingeladen. Der Professor für Verkehrsplanung an der Hochschule für Technik in Rapperswil wagte Prognosen, wie sich die Mobilität entwickeln wird. Wichtiger würden die Elektromobilität, Velo-Schnellverbindungen nebst den bereits gängigen Radwegen und Radstreifen, sich selbst steuernde Autos. Auch Fahrgemeinschaften würden dank Vermittlungs-Apps auf den Smartphones an Bedeutung gewinnen.

Beiträge für Modernisierungen

Bereits heute beanspruchen können die Hauseigentümer Fördermassnahmen und Beratungen für die Modernisierung ihrer Häuser, im Besonderen in energetischer Hinsicht. Silvia Gemperle von der Energieagentur St.Gallen präsentierte der Versammlung die aktuellen Beitragssätze.

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