Das Rütli hat Geschichte: Die meisten Schweizer kennen den «Rütlischwur» von 1291.
«Wir wollen frei sein, wie die Väter waren.» Das schworen Walter Fürst (Uri), Werner Stauffacher (Schwyz) und Arnold von Melchtal (Unterwalden). Sie und das Volk hatten vor 716 Jahren genug von den diktatorischen Habsburgern und deren Vogt Gessler. - Schiller hat es im «Wilhelm Tell» wunderbar beschrieben. Das Stück wurde 1804 uraufgeführt.
Das Rütli macht Geschichten: Das diesjährige Theater ist sattsam bekannt. Die SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey spielt die Hauptrolle. Für einen Blick auf die Frauenbühne hat «alliance F» 1'700 von den insgesamt 2000 Tickets verteilt. Diese massiv subventionierte Lobbyisten-Truppe bezeichnet sich selbst als die «führende politische Stimme der Frauen in der Zivilgesellschaft».
Der «Blick» macht seit Wochen Radau um das Rütli und hofft, damit ein paar zusätzliche Leserinnen zu gewinnen.
Der normale Schweizer hat am 1. August auf dem Rütli nichts zu suchen. Er ist nicht genehm. Er wird ausgesperrt.
Milliardär Nicolas Hayek und ein schwerreicher FDP-Nationalrat haben angekündigt, dass sie einen Teil der Sicherheits- und Organisationskosten übernehmen werden. Es geht um etwa 100'000 bis 200'000 Franken. Beide finanzieren dieses Sponsoring aus dem «Portokässeli». Und ziehen die Aufwendungen dann von den Steuern ab. Sollen sie. Das ist ihr gutes Recht.
Rechtsextreme Glatzköpfe werden den Anlass deswegen weniger stören können als in den Jahren 2000 (Rede von Bundesrat Villiger) und 2005 (Rede von Bundesrat Schmid). Auch linksextreme Vermummte werden den Zutritt aufs Rütli kaum schaffen. Beides ist gut.
Privatmann Dr. Markus Rauh (Zeitungen nennen ihn den «Swisscom-Schummler vom Bodensee») versuchte am 1. August vom letzten Jahr, das Rütli für seine Abstimmungs- und Eigenpropaganda zu benutzen. (Der bekannte Abzocker-Verwaltungsrat ist jemand, der vom Volk nie in ein öffentliches Amt gewählt worden ist.) Vor einem Jahr liessen sich ein paar hundert Leute den nationalen Feiertag nicht vergraulen und besuchten das Rütli am 1. August 2006 trotz Rauhs Rede.
Zwei Millionen Franken - das war der Preis für Organisation und Sicherheit dieser privaten Veranstaltung. Judith Stamm versucht in Interviews, die Auslagen auf «nur» eineinhalb Millionen schönzureden. Sie ist die Präsidentin der «Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft» und damit zuständig für die Feierlichkeiten auf dem Rütli.
Wer bezahlt die Rechnung? - «Für das Jahr 2006 ist das doch klar: Herr Rauh natürlich», denkt wohl jeder. Weit gefehlt. Er bezahlt die Zeche nicht.
Wir Steuerzahler müssen blechen. Weil Herr Rauh offensichtlich überzeugt ist, dass die Schweizer sich seine Rütli-Rechnungen teilen müssen. Er selbst ist seit Monaten aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Auch bei der St. Galler Kantonalbank (als ehemals überbezahlter Verwaltungsrat) und der Economiesuisse (ehemals Vorstand) ist er weg vom Fenster.
China statt Karibik? Gemäss Medienberichten soll Dr. Rauh sich seit Wochen zwischen China und Europa aufhalten und an irgendwelchen Luxusabenteuern seine Freude haben. Normalerweise verlustiert er sich lieber in der Karibik oder treibt seine fragwürdigen Geschäfte aus anderen "off-shore" Steuerparadiesen wie den Channel-Islands vorwärts.
Viel Geld gespart. Wenn Herr Rauh hier und dort auf eine 1.-August-Rede verzichtet, bleibt den Chinesen, den Europäern und uns Schweizern ganz real mehr Geld im Sack. Warum? Weil dann kein Steuerzahler dieser Welt für Rauhs offenbar überhöhtes persönliches Sicherheitsbedürfnis bei seinen Auftritten aufkommen muss.
Ohne Pomp und grossartiges Getue. So feiert die überwiegende Mehrheit der Schweizer den 1. August. Ich freue mich auf den morgigen Nationalfeiertag. Diesen werde ich in zuerst in Oberriet, dann in Sennwald und Eichberg beim traditionellen «Buurebrunch», später in St. Gallen und am Abend in Bronschhofen bei Wil geniessen.


Kommentare
2007-07-31 11:57:21
Simon Messmer
Herr Büchel, weshalb auch hätte Herr Rauh die Kosten für die Rütlifeier selbst übernehmen müssen? Ich denke nicht, dass jene Bands, welche dieses Jahr am St.Galler Open Air auftraten, die Kosten für die Sicherheit und Organisation jenes Anlasses übernehmen mussten. Dasselbe gilt auch für die Gratiskonzerte vor dem Bundeshaus gestern Nachmittag.
Ich denke, Herr Rauh hatte wie jeder andere Einwohner unseres Landes (Ausländer explizit einbezogen), dass Recht, am Nationalfeiertag seine Meinung zu einer aktuellen Abstimmung kundzutun.
Wem das nicht gefiehl, wurde nicht gezwungen, an dieser Feier teilzunehmen. Dasselbe gilt auch, wenn morgen unsere populäre, weil engagierte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey auf dem Rütli ihre Rede hält, an der jedenfalls etwa 4 mal (2000 statt 500) soviel Leute wie letztes Jahr erwartet werden.
Natürlich kann man in dieser Frage getrennter Meinung sein, aber mir ist ein Euro-Turbo als Festredner lieber als ein Isolationist. Von den braunen Brüdern und Schwestern ganz zu schweigen.
Mit freundlichen Grüssen Simon Messmer
2007-07-31 15:56:05
homer
Ein bisschen Geschichtsuntericht für den SVP- Paranoiker:
Wilhelm Tell ist nur eine Sagen!
figur, die Schweiz entstand nicht
auf dem Rütli und ist auch noch
lange nicht 700 Jahre alt. Zeit,
nationale Mythen als solche zu
entlarven und ihnen die histori!
sche Wahrheit abzusprechen.
jh. Die Sage um Wilhelm Tell
erzählt von der Rütliwiese als
Ort der heimlichen Zusammenkünfte
der Urschweizer Eidgenossen
bei ihrer Verschwörung
gegen die fremden Vögte und die
Unterdrückung der Habsburger.
Die Gründungsgeschichte wurde
erstmals vom Chronisten Tschudi
um 1570 aufgeschrieben, der sich
dabei auf das «Weisse Buch von
Sarnen» stützte. Die Chronik von
Tschudi diente Friedrich Schiller
als Vorlage für sein Freiheitsdrama
«Wilhelm Tell», das für viele
SchweizerInnen zu einer «historischen
Wahrheit» geworden ist.
Die von Schiller geschriebenen
Worte «Wir wollen sein ein einzig
Volk von Brüdern...» kennt heute
fast jeder Schweizer. Doch für
die Zeit um 1300 fi ndet sich kein
Quellenmaterial, das über feindlich
gesinnte Habsburger Vögte in
der Innerschweiz berichtet.
Die Sage des Apfelschusses
Meisterschützensagen wie die
von Wilhelm Tell gibt es in verschiedenen
Gegenden Europas.
Entstanden sind sie im germanischen
Kulturraum und haben sich
wahrscheinlich durch Völkerwanderungen
als mündliches Sagengut
verbreitet. In der dänischen Variante
zum Beispiel heisst der Held
Toko.
Der «Bundesbrief von 1291»
Der Brief, dem in Schwyz ein
eigenes Museum gewidmet wurde,
ist ein Vertrag zwischen den
Landammänner von Uri, Schwyz
und Nidwalden, die zusammen
mit den Adelsfamilien die Politik
beherrschten. Er hält fest, dass
Streitigkeiten unter den Beteiligten
nicht durch Gewalt und Willkür,
sondern von einem gemeinsamen
Schiedsgericht geschlichtet
werden soll. Das Rechtsdokument
sollte so den Landfrieden sichern.
Es hatte nichts mit einer Aufl ehnung
gegen die habsburgischen
Herrscher, die sich nicht um die
Orte der Innerschweizer kümmerten,
zu tun.
Für die kleinen Leute änderte
der Vertragsabschluss nichts. Sie
waren weiterhin den Grundherren
unterworfen. Der Ort des Vertragsabschlusses
ist nicht bekannt, und
eine Form der Absegnung durch
die Bevölkerung hat es nicht gegeben.
Verträge wie dieser waren
keine Besonderheit. Gemeinwesen,
Städte und Täler schlossen
zu Dutzenden solche Bünde.
Das Bündnis der Innerschweizer
Talschaften geriet bis zur erneuten
Entdeckung in Mitte des 18. Jahrhunderts
sogar in Vergessenheit,
und kann daher in keinster Weise
als Gründungsakt der Schweiz
bezeichnet werden.
Wer hat‘s erfunden?
Als 1890 das 700-Jahr-Jubiläum
der Stadt Bern anstand, kam die
Idee auf, mit dem Geburtstag von
Bern gleichzeitig eine Schweiz zu
feiern, die seit 600 Jahren besteht.
Mit dem Bundesbrief von 1291
hatte man ein Dokument gefunden,
dass sich wunderbar in einen
direkten Zusammenhang zu Wilhelm
Tell und dem Rütlischwur
stellen liess. Für alles zusammen
hatte man dann den 1. August 1291
als Datum und Nationalfeiertag
festgelegt. So konnte die Schweiz,
wie die Nationalstaaten um sie
herum, ebenfalls ein langes Bestehen
feiern und sich als Hort von
Wehrhaftigkeit, Eigenständigkeit
und Couragiertheit unter Beweis
stellen. Die Geschichte von Wilhelm
Tell hat sich über die Jahre
hinweg immer mehr zur Wahrheit
gewandelt und den Unabhängigkeits-
und Freiheitsmythos zu
einer Frage des Schweizerseins
schlechthin gemacht. Die Schweiz
wird so als Jahrhunderte alter
Hort der Demokratie und Freiheit
dargestellt und als Musterbeispiel
eines Nationalstaates legitimiert,
dessen Geschichte und Existenz
nicht hinterfragt werden kann. ‹
zu finden unter www.koopera.ch ->neuste ausgabe ;-)
2007-07-31 17:36:02
Etrit Hasler, NR-Kandidat SP - http://www.etrit.ch
Herr Büchel, ihre Argumente sind schlüssig und sympathisch, aber ich frage mich nach der Konsequenz. Darf ich fragen, wie sie sich zum aufgeblasenen Sicherheitsapparat anlässlich des alljährlichen Stelldicheins der Reichen und Schönen, dem WEF in Davos, stellen?
2007-07-31 19:55:21
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@homer
1. Sie kommentieren die Blogbeiträge da ein wenig und hier ein bisschen. Sie machen sich in diesem Fall über die «Wehrhaftigkeit, Eigenständigkeit und Couragiertheit» unserer Vorfahren lustig.
2. Das sollen Sie dürfen. Hier haben wir das freie Wort. Ich habe in vielen Ländern gelebt, wo das nicht der Fall ist. Gerade deshalb diskutiere und disputiere ich gerne. Auch mit politischen Gegnern. Aber nicht mit jemandem, der sich gross als «oberhell» aufspielt und dabei die Dunkelheit der Anonymität nutzt und ausspielt.
3. Ich hoffe, dass Ihr Deckname nicht für «Homer Simpson» steht. Denn der tollpatschige Homer Jay Simpson aus der TV-Kult-Serie ist ein schlicht genialer und sympathischer Anarchist. Die Serie ist voll subtilen Witzes. Ein Genuss. Tun Sie mir und andern Simpson-Fans bitte einen Gefallen: Benutzen Sie ein anderes Pseudonym.
4. Sie haben keine Hammerleistung vollbracht, lieber «homer». Ich nehme mir die Freiheit, nicht weiter auf Ihren anonymen Kommentar einzugehen.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-07-31 20:09:42
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Etrit Hasler
Geschätzter Etrit Hasler
1. Ein in der Wirtschaft gescheiterter Weltverbesserer wie Markus Rauh auf dem Rütli und das Weltwirtschaftsforum in Davos - das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Da sind wir uns wohl einig.
2. Das Gewalt- und Zerstörungspotential der global organisierten linken «WEF-Chaoten» ist grösser als dasjenige von ein paar Glatzen auf dem Rütli. - Denn eines machen die rechtsradikalen Idioten offenbar geschickt: Obwohl sie sämtliche Grenzen des Anstandes immer wieder massiv überschreiten, haben sie in den letzten Jahren auf dem Rütli nie gegen das Gesetz verstossen. (Das sagt der zuständige Urner Polizei- und Sicherheitsdirektor, FDP-Regierungsrat Josef Dittli.)
3. Zu Ihrer Frage: Auch bei einem Anlass wie dem WEF vertrete ich die Ansicht, dass die privaten Veranstalter für die Organisations- und Sicherheitskosten auf dem «Veranstaltungsgelände» selbst aufzukommen haben. Das ist in diesem Fall die ganze Stadt Davos.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-07-31 21:07:05
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Simon Messmer
Sehr geehrter Herr Messmer
Rütli-Rauh vs. Open Air St. Gallen: Zur Rütli-Feier bringen Sie ein gutes Vergleichsbeispiel: Das Open Air St. Gallen. Sie hätten auch ein anderes Open Air oder irgend eine private Veranstaltung nehmen können. Wie laufen Finanzierung und Organisation dort ab?
- zur Finanzierung:
Das Muster ist immer gleich: Sie müssen die Finanzierung sichern. Normalerweise machen Sie das durch den Verkauf von Eintrittstickets. Oder Sie finden Geldsponsoren und Anbieter von Gratisleistungen. Oder sie zapfen andere mögliche Quellen an. Meistens ist es von allem etwas.
- zu den Auslagen:
Der Veranstalter trägt die Auslagen für die Organisation, die Werbung, die Eintrittskontrolle und die Sicherheit auf dem Gelände. Bei grösseren Anlässen bekommen Werbebüros, Tribünenbauer, «Securitas & Co.» einen Auftrag, bei kleineren leisten Vereinsmitglieder, Freunde usw. ihren (meist freiwilligen) Beitrag.
Wenn man das Geld und die Sachleistungen für das Fest nicht zusammenbringt, macht man die Veranstaltung nicht.
- zu den verschiedenen Feiern und zum Festredner:
An unserem Nationalfeiertag gibt es wohl tausende von grösseren und kleineren Veranstaltungen. In der Schweiz und im Ausland. Selbstverständlich soll der Redner frei sagen können, was er will. Nichts Schlimmeres als wenn uns am Tag der Freiheit ein staatlich verordneter Einheitsbrei vorgesetzt würde. Der Besucher entscheidet, wohin und zu wem er geht.
- zu Frau Calmy-Rey:
Sie können sich vorstellen, dass ich mit der SP-Frau Micheline Calmy-Rey in vielem nicht einig gehe. Aber sie ist unsere Bundespräsidentin. Deshalb braucht sie selbstverständlich einen umfassenden persönlichen Schutz. (Leider ist das auch bei uns notwendig.)
Herr Rauh jedoch gehört zu den Schweizern, die kein öffentliches Amt inne haben. Er ist weder Bundesrat noch National-, Regierungs- oder Kantonsrat. Er ist nicht einmal Gemeinderat oder Schulrat. Ich sehe keinen Grund, weshalb wir Steuerzahler seine öffentlichen Auftritte finanzieren sollten.
- heutiger «Tagblatt»-Artikel
Der besonnene «Tagblatt»-Chefredaktor Gottlieb F. Höpli schreibt heute auf Seite 2: «Die Rütlikommission unter der von Profilneurosen nicht freien Alt-Nationalrätin Judith Stamm hatte schon im vergangenen Jahr den eher zweifelhaften Beschluss gefasst, mit Markus Rauh einen besonders aktiven Abstimmungskämpfer gegen das neue Asylgesetz zu engagieren. Der Festredner nahm prompt die Gelegenheit wahr, ziemlich unverblümt Stellung zum bevorstehenden Urnengang zu beziehen.»
Selbstverständlich durfte Rauh das tun. In der Schweiz ist es jedoch (Gott sei Dank) nicht üblich, sich Wahl- und Abstimmungskämpfe vom Steuerzahler finanzieren zu lassen.
- zum Rütli 2006:
Sie nennen eine Anzahl von 500 Zuschauern, die sich letztes Jahr auf dem Rütli verloren. Diese Leute gingen hin und waren nachher indoktriniert, enttäuscht, gelangweilt oder was auch immer. - Machen Sie kurz die folgende Rechnung (2'000'000 Franken Kosten : 500 Besucher). Das gibt 4'000 Franken Steuergeld je Besucher!
- Rütli-Rauh vs. Open Air
Jeder Open Air Besucher und Musik-Fan bezahlt in St. Gallen jedes Jahr wieder ein paar Franken Billetsteuer an die Stadt. Hingegen - und das ist wirklich paradox: Der Staat bezahlte indirekt 4'000 Franken an jeden, der letztes Jahr auf dem Rütli den rauhen Tönen des abgehalfterten Wirtschaftsmanagers lauschte.
- zum Schluss zwei Fragen an alle Blogger:
1. Herr Rauh hat letztes Jahr viel über «Gerechtigkeit» doziert. Darum hier und heute meine Frage: Ist es gerecht, dass wir mit unseren Steuern den Eintritt von jedem einzelnen Zuschauer seines privaten Auftrittes mit mehr als dem Monatslohn einer Verkäuferin finanzieren müssen?
2. Gehen wir von dieser Kostenwahrheit aus. (Eine solche ist in der Wirtschaft und im Leben wichtig). Wie viele Personen wären letztes Jahr auf das Rütli gewandert und hätten aus dem eigenen Sack den eigentlichen Preis von Fr. 4'000 Franken für das Zutrittsticket hingeblättert? Um sich Herrn Rauhs Teilwahrheiten und seine eingeübten Propagandasprüche anzuhören - ohne den Schweizer Steuerzahlern auf der Tasche zu liegen.
Ich freue mich auf die Antworten der Bloggerinnen und Blogger.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-07-31 21:19:13
Peter - http://;
Markt und Moral oder das soziales Gewissen des Herrn Markus Rauh
Bekanntlich wurde über die Asylgesetzrevision abgestimmt. So hat sich auch im Kanton St.Gallen ein Komitee gegen diese Revision gebildet mit namhaften Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten der Swisscom Herrn Markus Rauh oder den beiden St. Galler Regierungsräten Schönenberger und Stöckling. Es könnte den Anschein erwecken das diese Herren Aufeinmahl sich an ihr soziales Gewissen erinnern. Doch hält dieses Gewissen auch einer gründlich Prüfung stand. Was die Person von Markus Rauh betrifft lässt gewisse Zweifel offen. Im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Verwaltungsratspräsidenten der Swisscom und der Aussage, das ihm Spekulanten lieber sind als Politiker im Rahmen der vollständigen Privatisierung der Swisscom sollte uns zudenken geben. Denn mit der Teilprivatisierung und dem Börsengang der Swisscom im Jahre 1997 wurde es auch möglich das sich auch ausländische Kapitalgeber wie z.B. Pensionskassen sich an der Unternehmung beteiligen konnten. Dieser Umstand in sich alleine ist unproblematisch doch bestehen gewisse Zusammenhänge mit Brisanz. Denn mit dem Rückzug des Staates aus der Altervorsorge wie sie die Amerikanische Regierung unter der Busch-Administration vorsieht werden so Mittel frei um andere strategische ziele verfolgen zukönnen wie die Afganistan- und Irakfeldzüge und die Nah- und Mittelerostkonflikt. Unter diesem Hintergrund das mit der Privatisierung von Unternehmungen, die im öffentlichen Interesse (z.B. PTT) aufgebaut wurden Kriege finanziert werden und dadurch die Flüchtlingsproblematik verschärft wird, wäre es sicherlich Interessant von Herrn Rauh die Meinung zukennen da er ja auch ein Verantwortungsträger war, doch leider bleibt er diese Antwort uns bis heute schuldig.
2007-08-01 00:11:20
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Peter
Es war nicht ganz einfach für mich, all die Zusammenhänge Ihres Beitrages zu verstehen, geschätzter Peter. Sie sind etwas gar schnell von unserer Nationalfeier, Rütli-Rauh (von den Zeitungen auch «Swisscom-Schummler vom Bodensee» genannt) zum Irak-Krieg und den Konflikten im Nahen und Mittleren Osten gesprungen.
Ich kann mir auch vorstellen, dass wir politisch nicht ganz auf der gleichen Linie sind. Doch das macht nichts. Zu Ihrem Kommentar/Ihren Fragen:
1. Es steht mir nicht zu, von den Wirtschaftsbossen viel «Moral» und «soziales Gewissen» zu verlangen. Sie sollen ihre Läden gut und anständig führen und Arbeitsplätze schaffen. Das ist schon viel. Wenn sie jedoch «Moral» und «soziales Gewissen» dermassen zelebrieren wie Herr Dr. Rauh im letzten Jahr, dann sollten sie über ein Mindestmass davon verfügen. Da bin ich mit Ihnen einig.
2. Wenn Herr Rauh offenbar gesagt hat, dass ihm Spekulanten lieber seien als Politiker, so wird er mir fast noch sympathisch... - Ernsthaft, ich kenne zwar kaum Spekulanten, aber unberechenbarer als manch ein in Ehren ergrauter Politiker werden die wohl nicht sein!
3. Zusammen mit Wirtschaftsexperten bin ich - wie Sie auch - überzeugt, dass der damalige Verwaltungsratspräsident Herr Rauh bei der Swisscom kapitale unternehmerische Fehler begangen hat. Fehler, die uns Milliarden gekostet haben.
4. Für mich wiegt - wenn die Moral schon ein Thema ist - noch schwerer, dass er als amtierender(!) Swisscom-Verwaltungsratspräsident im Börsen-Casino gegen die eigene Firma gewettet und spekuliert hat. Und zwar mindestens einmal, nämlich am 21. November 2005 - mit so genannten «Put-Optionen».
5. Das «System Rauh» funkionierte so: Je miserabler es «seiner» Firma ging (und je schlechter sie gemacht wurde), desto grösser der private Profit für Herrn Dr. Rauh! In einer Debatte im St. Galler Kantonsrat nannte ich das so: «Es ist, wie wenn ein Kapitän versuchen würde, sein eigenes Schiff zu versenken.» Ein sehr bekannter Wirtschaftsprofessor hat mir nachher gesagt: «Roland, mit diesem Bild hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen!»
Sie schreiben, dass es interessant wäre, von Herrn Rauh Antworten auf Ihre Fragen zu erhalten. Es ist üblich für ihn, sich dem Meinungsaustausch zu entziehen. «Füdla zeige» scheint nicht seine Stärke zu sein. Der demokratische Austausch mit dem «niederen Volk» und den gewählten Politikern passt ihm nicht. Diese Erfahrung habe ich (wie viele andere) auch schon gemacht. Monsieur will mischeln, abzocken, predigen und befehlen. Aber doch nicht diskutieren oder debattieren.
Ich bin erstaunt, dass ein solcher Typ - auch dank der SP und den Grünen - immer noch die Genossenschaft «Konzert und Theater St. Gallen» präsidieren darf. Denn in den letzten Monaten hat Dr. Rauh mit seinem Verhalten der Kultur und den linken Gruppierungen massiv Schaden zugefügt. Davon bin nicht nur ich überzeugt.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-08-01 13:55:40
Daniela
Früher hätten sich Investigativ-Journalisten einem Typ wie «Swisscom-Schummler vom Bodensee» Dr. Markus Rauh angenommen.
Diese scheinen in der Schweiz aber nicht mehr zu existieren.
2007-08-02 08:49:09
Peter
@ Roland Rino Büchel
Eigentlich ging es mir in meinem Beitrag nicht um meine politische Einstellung sondern um zwei Thesen:
These 1: Herr Dr. Markus Rauh ist ein Kriegstreiber.
Da wir in einer Globalen Welt leben können wir uns dieser nicht verschliessen. Gerade der freie Kapitalfluss beschleunigt solche Entwicklungen. Wenn nun Herr Rauh uns weiss machen will er sei Pontius Pilatus und wasche seine Hände in Unschuld ist das schon ein bisschen sehr naiv. Eigentlich hätte ich von den Gegner der Asylgesetzrevision erwartet das sie diese These entkräften können. Da ja Herr Rauh nicht alleine für sich steht wäre, sollte wenigstens sein Umfeld dafür besorgt sein diese These zu entkräften.
These 2: Die Aussage von Herr Dr. Markus Rauh das ihm Spekulanten lieber sind als Politiker
Tatsache ist ja gerade diese das die Politik die Swisscom schuf. Wenn Herr Dr. Markus Rauh diesen umstand kritisiert zeigt das nicht mehr oder weniger die Verachtung gegenüber unserem politischen System. Meines Wissens Untersteht der Verwaltungsrat den Aktionären und am Beispiel der Swisscom ist der Mehrheitsaktionär der Bund und das sind wir alle.
2007-08-02 18:07:23
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
Geschätzter Peter
Ich kenne Sie nicht und habe gestern aus Ihrem ersten Kommentar eine politische Gesinnung herausgelesen, die wahrscheinlich weiter links liegt als meine. Dabei gibt es kein Problem. Weder bei Ihrer politischen Einstellung noch bei meiner Deutung.
- zu Ihrer «These 1, Irak-Krieg»:
Aus Herrn Rauhs Verhalten ziehe ich keine Schlüsse, die bis Bagdad reichen. Ihre Analyse ist jedoch interessant. Herr Rauh würde mich wohl umgehend verklagen, falls ich Ihre Aussagen machen würde. Da haben Sie es als (wahrscheinlich) Nichtpolitiker einfacher...
- zu Ihrer «These 2, Swisscom»
Einverstanden. Ich wüsste nicht, wo ich Ihnen widersprechen sollte. Ganz ähnlich liegt der Fall bei unserer St. Galler Kantonalbank. Anders als bei der Swisscom kann ich hier etwas tun. Deshalb handle ich. (Wählen Sie mich nach Bern, dann kann ich auch im Fall Swisscom aktiv werden!)
- Rauh und die St. Galler Kantonalbank
Der Kanton (das Volk) verfügt über eine Mehrheitsbeteiligung am Kapital der Bank. Regierungsrat Peter Schönenberger sitzt deswegen im Verwaltungsrat. Sein Kollege Markus Rauh hat am 25. April 2007 mit der Begründung «altershalber» aus dem Verwaltungsrat ausscheiden dürfen. Was für eine Begriffs-Schummelei! Genehmigt von seinen Kumpeln im illustren Gremium - mit welcher Folge?
- Untersuchungen gegen Rauh eingestellt!
Weil er ja per 25. April 2007 zurücktreten würde, hatte die Eidgenössische Bankenkommission ihre monatelangen Untersuchungen gegen Herrn Rauh schon am 14. Februar 2007 (!) eingestellt. Und damit eine Klärung verhindert. Niemand kann verstehen warum.
- Wie hat die Börse reagiert?
Seit der Generalversammlung (in den drei Monaten bis Ende Juli) ist der Aktienkurs unserer Kantonalbank in den Keller gerasselt. Der Kurs hat um über Fr. 100.-- nachgegeben. Das heisst: Der gesamte Nennwert der Aktien ist futsch. Anders gesagt: Die Beteiligung des Kantons ist heute gegen 300 Millionen Franken weniger wert als noch im Frühling!
- Wie hat die St. Galler Regierung reagiert?
Als gewählter Volksvertreter wollte ich ein paar Punkte geklärt haben. Am 23. April 2007 mit meiner Interpellation 51.07.20. Und am 4. Juni 2007 mit meiner Interpellation 51.07.43.
Das waren vier ganz einfache Fragen, welche das Volk beantwortet haben muss. Bis heute haben wir St. Galler von unserer Regierung keine Antwort erhalten. Finanzminister Schönenberger meinte gar, dass die Fragen das Übelste» wären, das er in fast drei Jahrzehnten im Kantonsratssaal je gehört hätte. (Da frage ich mich, was die kritischen Geister im Kantonsrat während all der Zeit gemacht haben.)
Das «Tagblatt» berichtete am 5. Juni 2007 ausführlich und leider etwas einseitig. Das kann vorkommen und ist nicht weiter schlimm. Aus der heutigen Sicht käme der Artikel wohl anders heraus.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-08-02 18:24:18
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Daniela
Endlich eine Dame, die aktiv mitdiskutiert. Das ist in diesem Blog eher selten. Schade.
Zur Sache: Sie haben wahrscheinlich Recht. Bedauerlich, dass es immer weniger Zeitschriften und Zeitungen gibt, die zu solchen Untersuchungen fähig sind. (Auch «Facts» und «Cash» sind leider verschwunden.)
Das Schöne an den Fällen «Rauh/Rütli», «Rauh/Optionen-Deals» und «Rauh-Kantonalbank» ist, dass die Fakten bereits auf dem Tisch liegen. Da muss keiner mehr gross recherchieren.
Es genügt, die Tatsachen aufzuzeigen. Und vor allem zu handeln. Und zwar richtig. Nicht wie im folgenden Beispiel:
Nachdem der «Swisscom-Schummler vom Bodensee» gegen die eigene Unternehmung spekuliert hatte, wurde wegen seiner Put-Optionen-Deals die Firma Swisscom verurteilt - und deren Verwaltungsratspräsident Rauh verschont! Wer soll das verstehen?
Es ist höchste Zeit, aktiv zu werden. Ohne Rücksicht auf verfilzte Seilschaften. Gut möglich, dass Herr Rauh «alt» aussehen wird. Und ein paar seiner Kumpanen mit dazu.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-08-02 20:24:23
Daniela
Herr Büchel, was heisst das
"Der Kanton (das Volk) verfügt über eine Mehrheitsbeteiligung am Kapital der Bank. Regierungsrat Peter Schönenberger sitzt deswegen im Verwaltungsrat."
Warum "deswegen sitzt er im Verwaltungsrat"?
Danke bestens für die Information
2007-08-02 23:42:49
Susanne Hoare-Widmer - http://www.gruene-sg.ch
Lass es gut sein, lieber Kantonsratskollege Roland Büchel. Deine Fixiertheit auf Markus Rauh nimmt wunderliche Züge an. Er ist nicht von der Bühne verschwunden, du findest ihn im Telefonbuch. Und Homer? Ärgere dich nicht, das Pseudonym könnte Homer Simpson entliehen sein; nach den Jahren als geschätztes Kurzfutter im TV ist der Film grad angelaufen, nimmt fein oder rüpelhaft amerikanische - oder gar unser aller - Zerrissenheit auf die Schippe. Sehenswert! Gruss, Susanne Hoare
2007-08-03 06:56:22
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
Geschätzte Daniela
Früher gehörte die Kantonalbank zu hundert Prozent dem Kanton. Mitte der Neunziger Jahre beschloss der Kantonsrat ein neues Gesetz. Darauf wurde die St. Galler Kantonalbank neu zu einer Aktiengesellschaft. Auch heute gehört noch mehr als die Hälfte der Bank uns allen.
Die restlichen Aktien werden an der Börse gehandelt. Sie haben seit der diesjährigen Generalversammlung vom 25. April 2007 mehr als 100 Franken an Wert verloren. (Die Aktien des Kantons damit natürlich auch). Über die Gründe wird spekuliert.
Der Verwaltungsrat der St. Galler Kantonalbank besteht neu aus sieben Personen. Ein umtriebiger St. Galler Anwalt, Franz Peter Oesch, ist der Präsident des Gremiums. Regierungsrat Schönenberger ist als «Finanzminister» des Kantons seit der (Teil)-Privatisierung dabei. Er und der Präsident sind die gewichtigsten Mitglieder. Das hat zwei Gründe:
1. Regierungsrat Schönenberger vertritt das mit Abstand grösste Aktienpaket
2. Wir alle müssen die so genannte Staatsgarantie für die Bank leisten. Der Kantonsvertreter trägt also die Verantwortung auch für diejenigen St. Galler, die persönlich keine Aktien haben und nicht Bankkunden sind. Das ist die Mehrheit der Menschen. Er ist quasi das «Gewissen des Volkes» im Verwaltungsrat.
Ich habe das Gesetz im Moment nicht zur Hand. Deshalb kann ich Ihnen nicht sagen, ob die Vertretung des Volkes durch den Finanzchef wahrgenommen werden muss - oder ob diese durch ein anderes Mitglied des Regierungs- oder Kantonsrates gewährleistet werden könnte.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-08-03 07:11:21
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Susanne Hoare-Widmer
Geschätzte Kollegin Susanne
Ich bin erstaunt, wie locker Du mit Deinen Kollegen über Ungerechtigkeiten hinwegsiehst, wenn sie konkretl auf dem Tisch liegen. Und ich bin geradezu schockiert, wie locker Ihr offenbares Unrecht wegsteckt. In anderen Fällen hört man Eure Stimme jeweils deutlich.
Herr Rauh hat Euch Grünen und anderen Linken letztes Jahr in einem Abstimmungskampf (Asyl- und Ausländergesetz) unterstützt. Das ist sein gutes Recht. Zudem mimt er den Kulturliebhaber und Mäzen auf Kosten des Steuerzahlers. Damit bin ich schon weniger einverstanden.
Rauhs Engagement in einer Sache darf weder für Euch Grüne noch für irgend jemand anders im Kantonsrat ein Grund sein, den Job in einer anderen Sache nicht richtig zu machen. Oder etwa schon?
Gruss,
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-08-03 15:07:40
Nenzi
Büchel, wenn du so immer so angriffig bist und zu wenig konsensfähig, kommst du sicher nicht in den ständerat.
Dazu braucht es nämlich die unterstützung von verschiedenen parteien.
2007-08-03 19:21:14
Daniela
Danke für ihre Antworten.
Ich denke dass Frau Hoare recht hat. Was sie schreiben ist schon nicht einfach zu verstehen. Haben sie eigentlich etwas gegen Herr Rauh persönlich?
2007-08-03 20:06:09
Trans Parenz - http://--
@S. Hoare - Danke ihnen bestens. Die SVP soll weiter ausrufen wo sie denkt dass sie kompetent ist. Von mir aus bei den Ausländern und der Polizei.
Es ist nicht zu verstehen dass Leute die nichts für die Kultur tun Herrn Rauh angreifen, der in grosser freiwilliger Arbeit Präsident vom Stadttheater St. Gallen ist. Wo wäre das Theater ohne ihn?
Diese Information dient der Transparenz!
2007-08-03 20:08:11
Trans Parenz - http://--
@Peter - Sagen sie doch den Lesern dass sie selbst auch Nationalratskandidat sind auf der Liste der KVP.
Es gibt keinen Grund das hier zu verstecken.
Wir wollen Transparenz!
2007-08-03 20:12:13
Trans Parenz - http://--
@Büchel
Auch wenn sie denken dass sie mit 300 Millionen Kursverlust bei der Kantonalbank hausieren müssen, die St. GallerInnen dürfen ruhig wissen dass das für den Kanton nicht viel Geld ist.
2007-08-03 21:21:13
Peter
@ Trans Parenz
Ja ich bin auf der Liste der KVP und bis jetzt der letzte Kandidat. Wenn wir schon bei der Transparenz sind ist Ihnen sicherlich bekannt das ich im Rahmen der Ausschreibung zur Erteilung der Grundversorgungskonzession als einziger Kandiat eine Gebühr von Fr. 1500.-- bis Fr. 2000.-- um vom Bundesamt für Kommunikation eine Antwort zu erhalten und das nur weil der Leiter Festnetzdienste und Grundversorgung Herrn A.Blum die Argumnete fehlen. Auf Wunsch erteile ich gerne weitere Auskünfte.
2007-08-06 06:45:27
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
Geschätzter Peter
Entschuldigung, dass ich Sie weiter oben als «Nichtpolitiker» bezeichnete. Wie hätte ich merken sollen, dass Sie Nationalratskandidat Peter Gämperli von der Katholischen Volkspartei sind? - Das war nicht möglich, weil Sie nur mit dem Vornamen «Peter» gezeichnet hatten.
Ich habe Ihren Leserbrief im «Tagblatt» vom 4. August gelesen. Interessant.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-08-06 07:17:23
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Trans Parenz
Am Freitag waren Sie sehr aktiv. Innert kürzester Zeit wollten Sie zu verschiedensten Themen von «TagblattVote» eine Art «Transparenz» schaffen. Zum Teil ist es Ihnen gelungen. Hier eher nicht. Sie haben zu viele Sachen in ungenauer Art und Weise «abgehandelt».
Deshalb ein paar Präzisierungen:
1. zu Herrn Rauh:
Ja, er ist Präsident der «Genossenschaft Konzert und Theater St. Gallen». Sie fragen, wo das Theater ohne ihn stünde? - Ich weiss es nicht, denke aber, dass es mit einem anderen Chef weiter wäre. Herr Rauh scheint seine Aufgabe nicht sehr ernst zu nehmen, sonst wäre er während der Vorbereitung und der Durchführung der «St. Galler Festspiele» kaum für ein Millionärspläsierchen nach Peking gedüst.
2. zu den Finanzen:
300 Millionen sollen für den Kanton St. Gallen nicht viel Geld sein? Ich weiss nicht, in welchen Kreisen Sie sich bewegen. Für mich sind 300 Millionen sehr viel Geld. Für den Kanton St. Gallen auch. Eine Information für die Steuerzahler: Es sind in etwa 30 Steuerprozente!
Ich bin froh, wenn Sie «Transparenz» verlangen. Auch für mich ist dies ein wichtiges Anliegen in der Politik. Es wäre deshalb nicht schlecht für die Sache, wenn Sie mit Ihrem Namen aufträten und damit selbst etwas «transparenter» wären.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat
2007-08-06 07:21:06
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Daniela
Geschätzte Daniela. Vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich werde versuchen, mich künftig einfacher auszudrücken. Das ist nicht leicht, wenn man präzise sein will. Denn das «Problem Rauh» ist eine komplexe Angelegenheit.
Zu Ihrer konkreten Frage: Nein, ich habe nichts gegen Herrn Rauh. Ich kenne ihn nicht persönlich.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat
2007-08-06 07:24:28
Roland Rino Büchel - http://www.rolandbuechel.ch
@Nenzi
Geschätzte/r Nenzi
Sie haben Ihren Beitrag «Roland Rino Büchel, Ständerat» auch in meinem anderen Blogbeitrag «Euro2008» veröffentlicht.
Ich weiss nicht, an welchen Sitzungen Sie dabei waren oder von wem Sie eine solche Information zur Nomination haben.
So viel sei verraten: Die SVP stellt ihren Ständeratskandidaten am 15. August 2007 in Wattwil auf. Es wird ein guter Mann sein. Er heisst nicht Roland Rino Büchel. - Ich kandidiere für den Nationalrat.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)
2007-08-06 11:03:47
Peter
@Roland Rino Büchel
Geschätzter Roland Rino Büchel besten Dank
eigentlich geht es mir ja nicht um einen Personenkult. Mir geht es vorallem um Sachpolitik und jenen die Strin bieten zu können die sich in Kritik üben. Was mich mehr Beschäftig sind vorallem jene Leute die aus dem Umfeld der Landwirtschaft stammen und sich nicht für ihre Sache einsetzen, denen eigentlich alles egal ist. Unter diesem Aspekt zwingen die Standpunkte von Christof Landoldt und Co auch unser Stellung zu Hinterfragen und Gegenfragen zu stellen, die vielleicht auch nicht allen so passen. Zumindest, so glaube ich für das was ich einstehe hinter dem kann ich auch stehen.
2007-08-13 12:13:49
Trans Parenz - http://--
Wenigstens geht dieser Blocher-Büchel nicht auch noch in den Ständerat. Da ist einem sogar ein Brunner-Bauer noch lieber. Der ist natürlich auch nicht wählbar. Die Alternative steht mit Frau Hilber und die Grünen, Grünliberalen und die Umweltliberalen werden eine weitere Top-Frau bringen.
Das können sich alle Rückständigen schon einmal vormerken.
Transparenz ist einfach notwendig.
PS: Bei aller Kritik ist "Transparenz" eine faire Institution. Herr Rauh ist wirklich eine Hypothek für jeden der links-liberal denkt. Es wäre wohl wirklich besser wenn er unter seinen Freunden von der FDP bleiben würde. Er ist ein grosser Spender für diese Partei.
2007-08-13 18:29:11
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP, Nationalratskandidat) - http://www.rolandbuechel.ch
@Trans Parenz
Eine ganze «Institution»? Bisher hatte ich eher den Eindruck, dass Sie ein Einzelkämpfer seien. Einer, der von Zeit zu Zeit gegen die SVP und gewisse FDP-Exponenten schiesst.
- zu Ihrem «post scriptum» und zum Ständeratswahlkampf:
Genau wie Sie war ich überrascht, dass die SP-Regierungsrätin Kathrin Hilber neben dem - durchaus gelungenen - «Coup» mit Ihrem CVP-Regierungskollegen Peter Schönenberger auch auf die Hilfe von Markus Rauh setzt. Warum tut sie das? Das wissen Frau Hilber, Herr Rauh und die Götter.
Sie sind offenbar für «Transparenz»: Jetzt ist auch für die FDP transparent, dass sie jahrelang einen verkappten Sozialisten gestützt und geschont hatte.
Zum Schluss nochmals: Ich war in keiner Phase Kandidat für den Ständerat. Mein Ziel heisst Nationalrat.
Mit einem Gruss,
Roland Rino Büchel
oder »Blocher-Büchel» (um Ihre Wortkreation zu verwenden)
2007-08-13 19:35:41
Peter
@Trans Parenz
jetzt Frag ich mich wieso ist Frau Hilber eine Top-Frau. Da müsste sie, die Frau Hilber schon noch etwas topper sein. So ist es mir doch ein Rätsel wenn unter ihrer Aufsicht Spezialgemeinden an der Börse mit Verlust spekulieren, sie von einer Unwesentlichkeit spricht und sich hinter der Gemeindeautonomie versteckt. Als Kandidatin der JFDP brächte ich noch etwelches Verständnis auf aber als SP Kandidatin................
2007-08-14 13:23:19
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP, Nationalratskandidat) - http://www.rolandbuechel.ch
Geschätzter Peter
Sie befassen sich intensiv mit verschiedenen Unzulänglichkeiten beim Bund um beim Kanton. Zum Thema «Börsenspekulationen von Spezialgemeinden» weiss ich nichts. Sie scheinen nicht nur theoretisch sondern auch ganz konkret Kenntnis von unguten Vorfällen zu haben.
Sie kandidieren für eine kleinere Partei, die KVP. Ihr wachsames Auge ist wichtig. Denn die Exponenten des Staates dürfen sich nicht willkürlich verhalten und sich nicht «selbst bedienen».
Es ist gut, wenn mutige Leute von kleineren Gruppierungen genau hinschauen. Noch wirksamer ist es, wenn in den grossen Parteien unabhängig und mutig politisiert wird. Es gibt einen, der das macht. (Nehmen Sie - als Beispiel - die beiden «Fälle» Feldwerbung in Gossau und Dr. Markus Rauh.)
Darum, lieber Peter, macht folgendes Sinn: Setzen Sie den Namen Roland Rino Büchel (von Liste 2, Position 6) zwei Mal auch auf Ihren Wahlzettel! Neben den zwei offiziellen KVP-Kandidaten hat es ja noch acht leere Linien.
Roland Rino Büchel (Kantonsrat SVP und Nationalratskandidat)