Sonja Nef als SVP-Nationalratskandidatin?
12. Januar 2015
Erschienen in: St. Galler Tagblatt, Rheintaler, Thurgauer Zeitung, Appenzeller Zeitung, und div. Tagblatt-Kopfblätter; Luzerner Zeitung

MÖRSCHWIL. Es war nur eine Kurzmeldung in der gestrigen «Sonntags-Zeitung», aber eine mit durchschlagender Wirkung: Ex-Skistar Sonja Nef soll für eine Nationalratskandidatur auf der St.Galler SVP-Liste in Frage kommen.

Es war nur eine Kurzmeldung in der gestrigen «Sonntags-Zeitung», aber eine mit durchschlagender Wirkung: Ex-Skistar Sonja Nef soll für eine Nationalratskandidatur auf der St.Galler SVP-Liste in Frage kommen. Die Partei hat erst elf Kandidaten nominiert, der zwölfte Platz soll an der Delegiertenversammlung vom 21. Januar besetzt werden. Für den freien Platz haben sich zwar bereits zwei Parteivertreter in Stellung gebracht: Der Eichberger Walter Freund und Sarah Bösch aus St.Gallen.

Eine Kandidatur von Sonja Nef käme der SVP aber durchaus gelegen, wie Parteiexponenten bestätigen. Nef sei eine «hervorragende Persönlichkeit», sagt Nationalrat und Sportmanager Roland Rino Büchel, der die Ex-Skifahrerin beruflich kennt. «Ich würde eine Kandidatur von Sonja Nef begrüssen.»

Nef anstelle von Götte?

Nef käme der SVP noch aus anderen Gründen wie gerufen: Bis jetzt ist Barbara Keller-Inhelder aus Rapperswil-Jona die einzige Frau auf der Liste. Zudem fehlt der Partei im Kreis Rorschach ein Kandidat: Gemäss parteiinterner Vorgabe muss jede Kreispartei mindestens einen neuen Kandidaten präsentieren. In der Partei ging man davon aus, dass sich der Tübacher Gemeindepräsident Michael Götte zur Verfügung stellen werde – neben dem Bisherigen Thomas Müller. Götte hat nun aber abgesagt. Die in Mörschwil wohnhafte Nef wäre damit die gesuchte Kandidatin im Wahlkreis Rorschach.

«Das ist mir völlig neu»

Bis jetzt haben zwischen der Parteileitung und Nef keine Gespräche stattgefunden, wie SVP-Kantonalpräsident Herbert Huser sagt. «Sonja Nef wäre in der Partei aber willkommen.» Die Riesenslalom-Weltmeisterin von 2001 ihrerseits reagierte gestern erstaunt auf die Anfrage der Redaktion: «Das ist mir völlig neu.» Sie sei von der Partei bis jetzt nicht angefragt worden. Eine Kandidatur käme für sie derzeit aus familiären Gründen ohnehin nicht in Frage. «Zudem bin ich ein ungeduldiger Mensch, die Politik wäre wohl nicht das Richtige für mich.»

Kontakt mit SVP-Exponenten

Nefs Absage könnte aber ein Verfalldatum haben. Denn politisch fühlt sie sich der SVP durchaus verbunden, wie sie sagt. Sie pflegt und pflegte zudem Kontakt mit mehreren Partei-Schwergewichten, darunter der Thurgauer Unternehmer Peter Spuhler, Parteipräsident Toni Brunner und der 2014 verstorbene Glarner Ständerat This Jenny. Nef sagt: «Wenn eine Partei für mich in Frage kommt, dann die SVP.» (ar)

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