Die Mindestlohninitiative schadet den Schwächeren
23. April 2014
Erschienen in: St. Galler Nachrichten

Der Mindestlohn schadet den Schwächeren

Die Gewerkschaften verlangen 22 Franken Mindestlohn, also den klar höchsten der Welt. Er soll in der ganzen Schweiz gelten. Die Gewerkschaften geben vor, dass sie Angestellte mit tiefen Löhnen schützen wollen. Genau ihnen jedoch schadet die Initiative. Warum? Es sind Berufseinsteiger, Wiedereinsteiger und weniger gut Qualifizierte, welche durch einen hohen Mindestlohn um ihren Broterwerb gebracht werden. Das wird durch verschiedene internationale Untersuchungen eindrücklich belegt.
 
Bildungssystem nimmt Schaden
Schlimm auch: Ein Ja zur Initiative würde dem hervorragenden schweizerischen Berufsbildungssystem immense Schäden zufügen. Es gäbe weniger Anreize, eine Lehre zu machen, wenn man ohne Lehrabschluss 4000 Franken verdienen würde. Eines ist klar: Der beste Schutz vor einem tiefen Einkommen ist eine Ausbildung – und Fleiss. Aber mit Garantie nicht ein staatlicher Eingriff nach dem Gusto der Linken.
Regionen leiden
Wenn der Staat allen Gebieten und Branchen einen Mindestlohn aufzwingt, geht das vor allem zu Lasten von Regionen wie dem Kanton St. Gallen und Branchen wie dem Gastgewerbe, der Landwirtschaft und dem Detailhandel.

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