Utopisten wollen bedingungsloses Grundeinkommen für alle - Wer soll das bezahlen?
6. Oktober 2013
Erschienen in: Ostschweiz am Sonntag

Ostschweiz am Sonntag: Geld für das Nichtstun?

 

 

Geld für das Nichtstun?

Achtlos haben sie am Freitagmorgen acht Millionen Fünferli im Wert von 400‘000 Franken auf den Bundesplatz geknallt und bei der Bundeskanzlei eine Initiative eingereicht: Die Utopisten wollen das „bedingungslose Grundeinkommen“ für alle.

Einer der Köpfe hinter der Idee ist Oswald Sigg. Er war während 29 Jahren Informationschef von vier Bundesräten und schliesslich Vizekanzler und Sprecher des Gesamtbundesrats.

Sigg & Co. wollen, dass in der Schweiz jeder und jede monatlich 2500 Franken erhalten. Ohne einen Finger zu krümmen. Die Übung würde uns jährlich gegen 200 Milliarden kosten. Woher soll das Geld kommen? Ökonomen haben es anhand der Mehrwertsteuer ausgerechnet: Diese müsste auf 24 % verdreifacht werden, um die Träumereien der Initianten – teilweise – zu finanzieren.

Nicht jeder hat es so komfortabel wie der Ex-Beamte mit seiner fürstlichen Pension. Das hohe sechsstellige „bedingungslose jährliche Grundeinkommen“ sei ihm gegönnt.

Leider haben Sigg und seine Co-Illusionisten in ihren Tagträumen etwas Entscheidendes vergessen. Es braucht den Fleiss und die Initiative der Produktiven, um unser Land vorwärts zu bringen und den wirklich bedürftigen Menschen helfen zu können.

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 © Roland Rino Büchel Realisiert durch RightSight.ch