Die dezentral organisierte Bundesfeier
28. Juli 2013
Erschienen in: Ostschweiz am Sonntag

In der Rubrik "Dafür und Dawider" äusserten sich eine Gegnerin von dezentral organisierten 1.-August-Feiern und ich:

Den Menschen die Freude lassen

Am 1. August wird die Eidgenossenschaft 722 Jahre alt. Wir Schweizer feiern hier, aber auch im nahen und im fernen Ausland tausende kleinere und grössere Feste.

So veranstaltet der Schweizer Verein in Liechtenstein ein Rennen mit rund 3000 Gummientchen. Der Erlös wird dem Liechtensteinischen Roten Kreuz zu Gute kommen.

1991 arbeitete ich in Argentinien. Anlässlich der 700-Jahr-Feier besuchte ich drei Veranstaltungen. Bei der ersten sprach die älteste Frau vom Dorf. In Rosario wählten die Schweizer die hübscheste der anwesenden Damen. Und einmal wurde die schönste Kuh zur „Miss Suiza“ gekürt.

Jeder Anlass ist anders. Aber immer wird mit Herz organisiert.

Was für ein wohltuender Unterschied zu den pompösen Shows in den zentralistisch regierten Staaten, wo die Bürger nur Statisten für die Präsidenten und deren Machtgehabe sind. Mit dem „Quatorze Juillet“ vor zwei Wochen lieferten uns die Franzosen ein bedenkliches Beispiel.

Nüchtern betrachtet macht es wohl keinenSinn, an vielen kleineren Festen Lampions zu erhellen, Vulkane anzuzünden oder Raketen abzuschiessen. (Da kann ich die Argumente der Gegner, insbesondere der Tierschützer, zum Teil nachvollziehen.) Trotzdem werden es am Nationalfeiertag zahlreiche Leute tun.

Wir sollten ihnen nicht auch noch das verbieten.

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 © Roland Rino Büchel Realisiert durch RightSight.ch