Motion Büchel: Abschaffung des Fünfrappenstücks
26. März 2013
Erschienen in: Blick, St. Galler Tagblatt, Luzerner Zeitung, div. Privatradios

Meine Motion zur Abschaffung des "Fünfräpplers" hat Emotionen ausgelöst. Dazu ein paar Berichte, zum Beispiel im BLICK:

www.blick.ch/news/politik/fuenfraeppler-abschaffen-id2250457.html

oder im St. Galler Tagblatt (hier hat der Journalist "vergessen" mit mir zu reden und sich über die Beweggründe zu informieren:

 

Büchel und die kleine Münze

Das Parlament in Bern versinkt in einer Vorstösse-Flut. Dennoch produzieren Politiker laufend neue. Auch der St. Galler SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel nimmt sich mit einer gestern eingereichten Motion eines Themas an, das dem Volk unter den Nägeln brennt: Er fordert vom Bundesrat die Abschaffung des Fünfräpplers. Die kleine Münze habe ihre Bedeutung verloren. Und doch sind gemäss Büchel noch rund 1 000 000 000 Stück im Umlauf. Diese Münzen blähten die Portemonnaies auf oder würden gehortet. Selbst ein «Fünfermocken» koste heute 20 Rappen. Zudem rechnet Büchel damit, dass gewisse Produkte nach der Abschaffung eher günstiger werden.

Die CVP kam 2005 jedoch zu einem entgegengesetzten Schluss: Die Abschaffung des Fünfräpplers könnte den Familien schaden. Damals scheiterte der letzte Versuch, die kleine Münze abzuschaffen. Büchels neuer Anlauf ist nicht gratis: Die Beantwortung eines Vorstosses kostet die Bundesverwaltung im Schnitt rund 6000 Franken. Die Parlamentsdienste sollten Büchel diese Kosten in Rechnung stellen, falls sein Vorstoss versenkt wird – in Form von 120 000 Fünfräpplern. (tga)

 

Hier der Inhalt der Motion zur "Abschaffung des Fünfrappenstücks":

Der Bundesrat wird beauftragt zu veranlassen, dass künftig auf die Produktion der Fünfrappenstücke verzichtet wird und dass die Münzen ausser Kurs gesetzt werden. Dabei ist dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) genügend Zeit zu gewähren, damit es die dazu notwendigen Massnahmen treffen und umsetzen kann.

Begründung:

Heute findet das Fünfrappenstück fast keine Verwendung mehr. Die kleine Münze büsst ihre Bedeutung als Zahlungsmittel je länger je mehr ein. Trotzdem sind rund 1‘000‘000‘000 Stück im Umlauf. Eine Milliarde Münzen blähen die Portemonnaies unnötig auf oder werden irgendwo gehortet.

Schon vor zehn Jahren kostete die Prägung der Münze mit der wenig gebräuchlichen Legierung sechs Rappen, also mehr als ihr eigentlicher Wert. Auch darum wollte der Bundesrat den „Fünfräppler“ abschaffen. Dies wurde bei der Anhörung vom Dachverband der Wirtschaft, vom „Vending Verband“ und den SBB begrüsst. Das war im Jahr 2005. Schon damals akzeptierten Automaten keine Fünfrappenstücke.

Sogar das Produkt, welches den „Fünfer“ im Namen trägt, kostet heute das Vierfache: für den "Fünfermocken" bezahlen wir heute 20 Rappen. Diese Teuerung hat definitiv nichts mit dem Vorhandensein oder der Nichtexistenz der kleinsten Münze zu tun. Das ist in anderen Fällen auch so.

Es ist anzunehmen, dass gewisse Produkte nach der Abschaffung des Fünfräpplers eher günstiger würden. Was heute Fr. 9.95  kostet, wird Fr. 9.90 kosten und nicht Fr. 10.--.

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