Die Fifa wusste von der internen Korruption - gemäss Büchel und Zuger Staatsanwaltschaft hat Blatter nicht die Wahrheit gesagt
13. Juli 2012
Erschienen in: St. Galler Tagblatt, Appenzeller Zeitung, Der Rheintaler, Wiler Zeitung, Toggenburger Tagblatt, div. Regionalzeitungen

Das Bundesgericht hat entschieden, dass eine "Einstellungsverfügung" veröffentlicht werden muss. Das hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Warum? Weil damit klar ist, dass verschiedene Fifa-Vorstandsmitglieder nachweislich korrupt sind.

Die Fifa wehrte sich als Beschwerdeführerin bis Ende 2011 gegen eine Veröffentlichung des brisanten 41-seitigen Papiers und hatte vorher schon Millionen Franken "Wiedergutmachung" geleistet. Zweck dieser Aktionen war, die Namen der korrupten Fifa-Leute unter dem Deckel zu halten. 

Dieser Gerichtsentscheid führte zu Tausenden Medienberichten auf der ganzen Welt.  Ein Interview im "Tagblatt":

Hier ein Artikel auf der Titelseite des "Tagblatts". Er erschien am 18. Juli 2012, am Tag nach der Anküdigung der Fifa-Reformen. Für die neue Ethik-Kommission mit zwei Kammern (was grundsätzlich positiv ist) könnte es zu einem Problem werden, dass 12 der fünfzehn Mitglieder der bisherigen Kommission waren.

Die Fifa-Ethik-Kommission hat seit ihrer Gründung im Jahr 2006 bis heute nicht geglänzt. Der Begriff wurde im Jahr 2010 gar zum schweizerischen "Unwort des Jahres" gekürt: