Büchels Kommentar zum Konkurs der Fifa-Agentur ISL/ISMM
14. Mai 2006
Erschienen in: SonntagsZeitung

Die Berichte, welche während der letzten Monate im Zusammenhang mit der Fifa und dem Konkurs ISL/ISMM in der SonntagsZeitung erschienen sind, lösten einiges aus. Das war notwendig. Andere Zeitungen haben die Brisanz des Ganzen nicht wirklich erfasst.

Deshalb der folgende Beitrag:

Bald entscheiden die Richter. Einige der ganz grossen Tiere unter den internationalen Sportfunktionären zittern. Das Fürstentum gibt Akten über Schmiergeldzahlungen frei. Deren Auszahlung und Annahme sind keine Kavaliersdelikte.

Eine Frage aber: Wer ermöglichte vor zwei Jahren einen so genannten „Korruptionsverdunkelungsvertrag“? - Ernst & Young war damals Konkursverwalterin der Fifa-Partnerfirma ISL in Zug. Zuständig war Dr. Thomas Bauer. Handelte die Liquidatorin immer im Sinne der Gläubiger?

Für die Firma resultierten offenbar lukrative Mandate im Umfeld des Konkurses. Spezialisten, Politiker und Juristen schütteln darüber den Kopf. Auch weil die ausseramtliche Konkursverwaltung ihren Job jahrelang im stillen Kämmerlein erledigte. Das ist unüblich, im Milliardenbereich sowieso.

Der Konkurs ist noch nicht abgeschlossen. Vor ein paar Monaten hat sich Ernst & Young leise verabschiedet. Warum? Das interessiert. Davon bin ich überzeugt.

Roland Rino Büchel, Kantonsrat SVP, Oberriet SG

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