Eine mafiöse Familie namens FIFA - ein Bericht in der Berliner Zeitung mit Kommentaren von Nationalrat Büchel
3. Juni 2011

"Roland Rino Büchel ist der einzige Politiker weltweit, der sich konsequent für Transparenz, Strafverfolgung und die Aufklärung aller Korruptionsvorgänge in der Fifa und anderen großen Sportkonzernen einsetzt.

Büchel ist ein Einzelkämpfer. Das ist ein Jammer. Gibt es einen Roland Büchel in Deutschland? Nein. "

Ich hoffe, dass die Analyse der Berliner Zeitung nicht zutrifft. - Hier geht es zum Artikel:

www.berliner-zeitung.de/archiv/eine-mafioese-familie-namens-fifa,10810590,10790476.html

Im Juni 1998, als Joseph Blatter nach einer korrupten Wahl-Farce in Paris erstmals Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa wurde, hatte er entlarvende Sätze in den Geschäftsbericht des Fußballkonzerns schreiben lassen: "Blut ist dicker als Wasser, sagt man, und meint damit, dass Familienbande so stark sind, dass sie jeder Zerreißprobe standhalten. Das trifft auch für die Fußballfamilie zu."

Im Juni 2011, als Joseph Blatter, 75 Jahre alt, nach einer korrupten Wahl-Farce in Zürich eine vierte Amtszeit zugesprochen wurde, ist es an der Zeit, Klartext zu reden. Die Fußballfamilie, die Blatter gerade mit überwältigender Mehrheit (186:17 Stimmen) das Vertrauen ausgesprochen hat, ist im Grunde eine Familie, die nach mafiosen Mechanismen funktioniert. Auch das Vokabular der Mafia hat die Fifa übernommen.

Flächendeckendes Korruptionssystem

Das flächendeckende Korruptionssystem in der Fifa ist über Jahrzehnte bestens dokumentiert, täglich präzisieren kleinere Enthüllungen das Bild. Und die Angst vor der ganz großen Aufklärung darüber, wie Russland und Katar sich die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 erkauft haben, elektrisiert die Spezialdemokratie Fifa seit einem halben Jahr. Sie haben es auf die Spitze getrieben, nicht nur die Fifa auch andere Großkonzerne des olympischen Weltsports, haben sich an russische Oligarchen und arabische Ölscheichs ausgeliefert, die mit ihren leicht verdienten Milliarden die Machtverhältnisse verschieben. Im Exekutivkomitee der Fifa ist gut die Hälfte der 24 Mitglieder in zahlreiche Korruptionsfälle und andere Gaunereien verstrickt. Ihr Pate heißt Joseph Blatter.

Er schützt korrupte Kollegen, deren Unterstützung er benötigt. Er entzieht einstigen Kumpanen, die ihm im Weg stehen, die Gunst. Blatter bestimmt die Regeln. Am Mittwoch ernannte sich das Familienoberhaupt in einer einzigartigen Propaganda-Show selbst zum Fifa-Reformator. Dabei hat er das System des Gebens und Nehmens seit 1975 aktiv geprägt: Zunächst einige Jahre als technischer Direktor der Fifa, dann als Generalsekretär, wobei er seinen Schwiegervater aus dem Amt geputscht hat, schließlich als Präsident. Die Fifa gilt weltweit als Synonym für kriminelle Machenschaften. Dafür trägt Blatter zu großen Teilen die Verantwortung. Vor einem Jahr erst hat die Fifa 5,5 Millionen Franken für einen Deal mit der Schweizer Staatsanwaltschaft bezahlt, um die Namen von Bestechungsgeldempfängern aus dem Exekutivkomitee zu verheimlichen.

20 gesponserte Fifa-Millionen für die Interpol

Kürzlich hat Blatter sogar 20 Millionen Euro an die internationale Kriminalbehörde Interpol spenden lassen und vergeblich auf einen PR-Effekt gesetzt - sein Trick war leicht zu durchschauen. In dieser Familie wird, natürlich, alles mit Geld geregelt. Mit Geld und anderen Abhängigkeiten. "Wenn wir Probleme haben, dann regeln wir diese in der Familie, aber wir gehen nicht zu einer fremden Familie", pflegt Blatter zu sagen. Was im Fußballbusiness, was in der Fifa passiert, soll von der hausinternen Gerichtsbarkeit geklärt und auf keinen Fall vor ordentliche Gerichte gebracht werden. "Das ist nicht mehr unsere Familie", sagt Blatter.

Eines der größten Probleme besteht darin, dass die Fifa und andere milliardenschwere Sportverbände wie das IOC, profitorientiert arbeiten, ein globales Geschäft betreiben, jedoch zahlreiche rechtliche Sonderregeln und etwa Steuerfreiheit genießen. Sie sind nach Vereinsrecht organisiert, die Verbände und deren Amtsträger sind nicht den in Wirtschaft und Politik geltenden Antikorruptionsregeln und auch nicht den internationalen Antikorruptionsabkommen unterworfen.

Büchel ist weltweit der einzige Politiker, der die Korruption im Sport konsequent bekämpt

"Der einzige Unterschied zur Mafia besteht darin, dass in der Fifa noch nicht gemordet wird", sagt Roland Büchel, Nationalrat mit Mandat der Schweizer Volkspartei. Büchel ist der einzige Politiker weltweit, der sich konsequent für Transparenz, Strafverfolgung und die Aufklärung aller Korruptionsvorgänge in der Fifa und anderen großen Sportkonzernen einsetzt.

Büchel ist ein Einzelkämpfer. Das ist ein Jammer. Gibt es einen Roland Büchel in Deutschland? Nein.

Unternehmen deutsche Politiker etwas gegen die grassierende Korruption im Sport und speziell im Fußballbusiness? Haben sie je wichtige Initiativen gestartet? Nein. Hat der Deutsche Fußballbund (DFB) jemals eine ernsthafte Initiative gestartet, in der Fifa Transparenz einkehren zu lassen, Korruption zu bekämpfen und die verantwortlichen Personen zur Rechenschaft zu ziehen? Nein.

Die deutsche Politik und der DFB wollen in drei Wochen mit der Frauen-Weltmeisterschaft ein Fußballfest zelebrieren. Sie schweigen. Doch wer schweigt, macht sich mit schuldig. Wer zu lange schweigt, den bestraft irgendwann das Leben.

Legende zum Bild:

"Der einzige Unterschied zur Mafia besteht darin, dass in der Fifa noch nicht gemordet wird." Roland Büchel, Nationalrat mit Mandat der Schweizer Volkspartei

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