Heute habe ich die folgende Frage an den Bundesrat gerichtet (Die Antwort folgt in der "Fragestunde" vom 7. Juni 2011):
Die Schweiz ist eines der 188 Mitgliedsländer der Interpol. Die Fifa gab vor kurzem bekannt, diese finanziell zu unterstützen.
- Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass es mit dem Status der Interpol nicht vereinbar ist, sich von einem Sportverband mit einem gerichtlich dokumentiert zweifelhaften Ruf finanzieren zu lassen?
- Kann garantiert werden, dass die Unabhängigkeit der Interpol trotz des 20-Mio-Euro-Sponsoring-Deals (40 % eines Jahresbudgets) vollumfänglich gesichert bleibt?
Die ausführlichere Version mit zusätzlicher Begründung:
Die Schweiz war im Jahr 1923 Gründungsmitglied der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation Interpol und ist bis heute eines der 188 Mitgliedsländer und somit Kostenträger. Nun gab der Weltfussball-Verband Fifa vor kurzem bekannt, die Interpol finanziell massiv zu unterstützen.
Die Medienmitteilung lautet: "Die Fifa wird Interpol die höchste Spende zukommen lassen, die die internationale Polizeiorganisation je von einer privaten Institution erhalten hat. Finanziert wird damit ein beispielloses 10-Jahres-Programm im Wert von mehreren Millionen Euro pro Jahr."