Roland Rino Büchel - die dritte Velofahrt nach Bern, heute mit vier Begleitern vom VC Oberriet
14. Juni 2010
Erschienen in: Rheintalische Volkszeitung

Per Velo zum BundeshausFünf "leicht verrückte" Oberrieter machen sich mit dem Velo auf den Weg nach Bern

Um vier Uhr heute Morgen ist Nationalrat Roland Rino Büchel nach Bern losgefahren. Die Distanz beträgt rund 260 Kilometer. Zusammen mit seinen Begleitern Jakob Stieger, Mario Haltiner, Daniel Büchel (Bruder), Michael (seinem 16-jährigern Neffen) vom Veloclub Oberriet will er „ziemlich zügig“ fahren, damit er rechtzeitig um 15.30 h auf seinem Stuhl im Nationalrats-Saal sitzt; geduscht und in Anzug und Krawatte.

Vor gut zwei Wochen nahm der Rheintaler Parlamentarier sein neues Merida-Velo von Jakob Stieger in Empfang. Am nächsten Tag fuhr er eine Strecke von rund 280 Kilometern nach Bern. Zmorge im Rheintal, Zmittag in der Innerschweiz, Znacht in Bern lautete damals seine Devise.
 
Rheintaler Ribel zum Zmorge
 
Ein währschafter Ribelzmorge gab ihm die notwendige Energie vor dem Start. Dank dem neuen, ringen und komfortablen Velo, einigen „Appenzeller Biberli“ und „Kägi-Fretli“ als Zwischenverpflegung konnte er sein Ziel ohne gröbere Probleme erreichen.
 
Diese Mal ist er nicht allein unterwegs. „Wenn wir fünf Oberrieter zusammenhalten, können wir die Kadenz erhöhen“, sagen seine Begleiter Jakob Stieger und Mario Haltiner. Weitere Unterstützung erhält er aus der Familie: Sein Neffe Michael und sein Bruder Daniel Büchel hoffen ebenfalls auf nicht allzu viel Regen und wenig Gegenwind.
 
Auch Welt- und Europameister Ralph Näf fährt Merida
 
Daniel ist übrigens der Schwiegervater von Ralph Näf. Der Thurgauer wurde, auch auf einem Velo der Marke Merida, bereits Welt- und Europameister mit dem Mountain-Bike. Ein unterschriebenes Trikot des Champions hängt in der modernen Werkstatt von Jakob Stieger. Dieser führt den Betrieb seit über 20Jahren; gegründet hatte ihn sein Vater vor mehr als fünf Jahrzehnten. „Wir haben Kunden aus dem ganzen Kanton, bis nach Rapperswil am Zürichsee“, sagt Stieger.
 
Die Rosenstadt liegt auf dem Weg, den die Rheintaler heute fahren. Die Strecke führt von Oberriet aus über den Rheindamm nach Sargans, entlang dem Walensee über Rapperswil, den Seedamm im Zürichsee und den Sattel-Pass an den Zuger- und den Vierwaldstättersee. Von dort über das Entlebuch und das Emmental nach Bern. Die total etwa 260 Kilometer sind etwa fünfzig Kilometer weiter als die längste Etappe der Tour de Suisse.
 

„Das ist ein etwas langer Arbeitsweg für Dich“, lachten die vier Begleiter des Rheintaler Nationalrats vor der Abfahrt. Dieser antwortete: „Ich fahre ja nur alle paar Wochen mit dem Velo zur Arbeit, viele andere Menschen tun das jeden Tag, vom Arbeiter bis zu Bundesrat Ueli Maurer. Das ergibt insgesamt eine längere Distanz und ist eine grössere Leistung.“

 

Ein paar Bilder von unterwegs und vor dem Bundeshaus:

 

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