Roland Rino Büchel - SVP ist zu gut weggekommen
8. März 2008
Erschienen in: Der Rheintaler

Montlingen. Die SVP ist im Artikel «die Wende am Berglischwinget» («Rheintaler» vom Mittwoch) zu gut weggekommen. Sie hat nämlich nicht gewonnen, wie es irrtümlich hiess.

von Roland Rino Büchel, Kantonsrat SVP

Schwingen ist ein harter Sport. Steiger Karl, ein Mann mit mehr als 40 Jahren Erfahrung im Sägemehl, erklärte den Kämpfern von den Grünen und der SVP die Regeln: «Ma mues immer Hosa ha!» Das heisst, dass der Schwinger seinen Gegner immer mit mindestens einer Hand «im Griff» haben muss.

Schwingen ist aber auch ein fairer Sport. Da muss man auch «Födla zeiga.» Deshalb diese Korrigenda. Denn am «Berglischwinget» mussten wir von der SVP unten durch.

Es gab vier Gänge; einmal gewann der Grüne, einmal der Mann von der SVP. Dazu gab es zwei Unentschieden. Im Schwingen sind das «Gestellte». Wer gut ist, wird im Sägemehl als «Böser» bezeichnet. Die Böse Ulrike (Grüne) war beim «Gestellten» etwas böser als Sieber Karin (SVP). Deshalb erhielt sie einen Viertelpunkt mehr – und gewann zusammen mit ihren Mannen die Siegestrophäe.

Die SVP musste sich mit dem «Trostpreisklassiker», einer Ovomaltine, begnügen.

Dieses Mal ist die SVP in der Presse zu gut weggekommen. Die Grünen waren deshalb dem Journalisten des «Rheintaler» nicht böse. Trotzdem soll es korrigiert sein. Denn nichts war gestellt am Dienstagabend, und der David hat den Goliath besiegt.

Trotzdem ist die SVP nicht böse, wenn es am 16. März anders aussieht. Dann geht es nicht um Punkte im Sägemehl oder auf der Matte, dann geht es um Wählerprozente an der Urne.

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