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Hans-Peter - 28.04.2008 12.29
Herr Büchel,
sie mögen von mir aus gut schreiben können. Das hat man in der Liechtensteiner Woche von gestern lesen können. Auch dass sie gegen die (gemäss "Harmos-Vertrag" unter den Kantonen) offizielle Einschulung im Alter von vier Jahren sind, ist ja positiv.
Aber gibt es in der SVP St. Gallen denn keine Eltern von Kindern, die sich für solche Dinge einsetzen können? Das wären dann Leute, die wirklich Erfahrung mit den Problemen haben.
Antwort - 29.04.2008 06.24

Sehr geehrter Hans-Peter

Vorgestern Sonntag legten CVP-Kantonsrat Sepp Dudli (Werdenberg/Grabs) und ich unsere Argumente zu "HarmoS" dar. Die Reaktionen waren überwältigend. Sowohl in der Anzahl als auch inhaltlich. Ich hätte nie gedacht, dass die "Liewo" derart genau gelesen wird und dass sich die Menschen im Kanton St. Gallen und in Liechtenstein so intensiv mit der Volksschule befassen. Beides hat mich gefreut.

Aus den Mails und Telefonanrufen waren vor allem drei Beweggründe ersichtlich und spürbar:

Erstens wollen die Eltern für ihre Kinder das Beste. Sie befürchten, dass das mit HarmoS nicht geboten wird. Ganz sicher nicht im Bereich Kindergarten/Unterstufe.  

Zweitens ist es so, dass viele Lehrer vor lauter Reformen schlicht "nicht mehr können".

Drittens ist die Volksschule ein enormer Kostenfaktor in den Gemeinden. In vielen Fällen fliessen mehr als die Hälfte aller Ausgaben in die Schule!


Da ist es nicht nur ein Recht sondern sogar eine Pflicht für die verantwortungsbewussten Bürger, genau hinzuschauen. Und den Regierenden wie auch den Verwaltenden auf die Finger zu klopfen, wenn es notwendig wird.

Zu Ihrer Frage/Ihrem Kommentar betreffend SVP-Kantonsräte: Ich wurde von der "Liewo" für die Kolumne angefragt. Wohl weil ich zu HarmoS von Anfang an klar Stellung bezogen habe. Es mag auch damit zu tun haben, dass ich als "erster Ersatz" für den Nationalrat etwas bekannt geworden bin. Doch keine Sorge: jeder andere SVP-Kantonsrat hätte das auch schreiben können.

Wichtig zum Schluss: Die gute Schule liegt mir sehr am Herzen. Unser System ist einmalig auf der Welt. Die Qualität hat lange gestimmt. Wir dürfen diese nicht wegexperimentieren. Die "Reformitis" bringt uns ins Hintertreffen - anstatt vorwärts.

Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel

Backschisch - 17.04.2008 18.20

Ihre beiden Interviews auf der Internetzeitung "stadt24.ch" zur Fifa und dem Untergang der Marketingagentur ISL von der Fifa sind sehr interessant. Ich habe den Fall in den Zeitungen und im Fernsehen verfolgt. Wenn sie aber sagen, dass der Fifa-Präsident Sepp Blatter von den 138 Schmiergeldmillionen selbst nichts genommen hat, dann kann ich das nicht glauben. Die höchsten Sportfunktionäre sind alle korrupt.

Antwort - 18.04.2008 07.03

Geschätzte/r "Backschisch"

Besten Dank dafür, dass Sie die beiden Interviews mit Interesse gelesen haben. Die ISMM/ISL-Gruppe war nicht nur die Agentur der FIFA, sondern auch von der UEFA, dem IOC und von anderen grossen internationalen Sportverbänden.

Mit der Aussage, dass die höchsten Sportfunktionäre "alle korrupt" seien, übertreiben Sie. Es gibt tatsächlich viele, welche sich schmieren lassen. Allein die ISMM/ISL hat von 1989 bis 2001 genau 138 Millionen Franken unter den Tischen hindurchgeschoben. Da haben viele Männer die hohle Hand gemacht.

Sepp Blatter auch? Hier habe ich eine klar andere Ansicht als Sie: Ich denke, dass er nichts genommen hat. Dazu bin ich in den letzten Tagen und Wochen oft gefragt worden. Obwohl viele Interviewer etwas Anderes hören wollten - ich bin davon überzeugt, dass der FIFA-Präsident nicht zu den Endempfängern der Korruptionsmillionen gehört.

Übrigens: Beim grossen Strafgerichtsfall von Zug geht es nicht um diese Schmiergelder. Diese scheinen zum Geschäft gehört zu haben und durften sogar von den Steuern abgezogen werden!...

Die Firma musste nicht einmal angeben, an wen das Geld ging und richtete Briefkasten und Stiftungen in verschiedenen Steuerparadiesen ein. Dadurch konnten und können die Geschmierten anonym bleiben.

All das wurde von der Eidgenössischen Steuerverwaltung geduldet und gefördert. Das ist der eigentliche Skandal!

Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel

Robin Wüst (Montlingen) - 10.04.2008 13.04
Die SVP soll nicht Demokratisch sein, aber die Linken wollen bald einen "Verbot" der SVP machen ? Soll das demokratisch sein ?
Frau Widmer-Schlumpf hatte uns auf übelste Weise betrogen ! Und sie hat die Folgen gekannt, aber natürlich, was hätten die Linken (SP,CVP usw.) gemacht, wenn Herr Blocher wieder gewählt worden wäre ? Genau das gleiche wie wir! Verbote können nicht Demokratisch sein, oder war das Demokratisch was im Bundeshaus Bern ablief ?

MfG
Antwort - 11.04.2008 12.38
Geschätzter Robin

Du beziehst Dich auf die unzähligen Kommentare, welche seit Wochen in den Medien zu lesen, zu hören und zu sehen sind. Ich muss Dir sagen: diese Meinungskundgebungen interessieren mich mässig. Deshalb habe ich die ganzen Geschichten nur am Rande verfolgt und bin nicht wirklich in der Lage, diese zu kommentieren. Das ist auch nicht nötig.

Etwas ist hingegen klar. Am 18. August haben weit mehr als 100 SVP-National- und Ständeräte sowie und Kandidaten für das nationale Parlament einen "Vertrag mit dem Volk" unterschrieben. Das war in Basel. Ich war einer von ihnen. Es ging um drei Punkte:

- Wir wollen der EU nicht beitreten
- Wir wollen die schwerkriminellen Ausländer ausschaffen
- Wir wollen für alle die Steuern senken

Frau Widmer-Schlumpf hingegen war für den Schritt in das Vorzimmer der EU (Schengen), sie stellt sich gegen die Ausschaffungsinitiative der SVP, und sie ist für eine Erhöhung der Mehrwertssteuer.

Nur schon aus diesen Gründen kann Frau Widmer-Schlumpf nicht die Vertreterin der Personen sein, welche diesen Vertrag unterschrieben haben. 39'870 St. Gallerinnen und St. Galler haben mich auf den ersten Ersatzplatz für den Nationalrat gewählt. Unsere fünf SVP-Nationalräte haben noch mehr Stimmen erhalten. Dies, weil wir klar sagten, wofür wir stehen.

Sogar wenn wir die Art und Weise, wie Frau Widmer-Schlumpf mit Hilfe der politischen Gegner das Bundesratsamt "ergatterte", beiseite lassen - eines ist klar: Sie kann nicht unsere Bundesrätin sein. Sie wurde vom Parlament zwar gewählt und soll ihr Amt nach bestem Wissen und Gewissen ausüben. Aber nicht unter dem Deckmantel "SVP".

Sie ist nicht die Vertreterin des grössten Teils der 29 Prozent Schweizer, der 36 Prozent St. Galler, der 43 Prozent Rheintaler und der 54 Prozent Oberrieter, welche die Schweizerische Volkspartei wählten.

Mit einem besten Gruss,
Roland Rino Büchel
Dominique Lambert - 09.04.2008 10.10
Sehr geehrter Herr Büchel

Ich danke Ihnen herzlich, dass Sie mein erstes Schreiben aus den Lesermeinungen herausgenommen haben! Wie Sie dies gemacht haben (Ihre Antwort dort belassen), ist total fair. Ich wünschte, man träfe überall auf ein solches Verständnis!
Für Ihr weiteres Vorgehen in dieser Sache wünsche ich Ihnen das Beste, gute Richter und grüsse Sie freundlich!
Dominique Lambert
Antwort - 09.04.2008 22.27
Sehr geehrter Herr Lambert

Besten Dank für Ihren Eintrag. Die Zehnder-Zeitungen (St. Galler Nachrichten, Rheintaler Bote, Bodensee Nachrichten, Wiler Nachrichten, etc.) haben am 3. April auf sämtlichen Frontseiten geschrieben: "Roland Rino Büchel - Gelassenheit und Anstand". Auf der Schlussseite folgte dann der ausführliche Bericht mit der Überschrift:

"Kantonsrat Roland Rino Büchel: Spitzenresultat ja - Gelassenheit und Anstand auch" 

Nach diesem Titel machte ich eine klare Stellungnahme zum verfehlten Zehnder-Artikel vom 20. März 2008. Zum Schluss bestätigte der Verlag Zehnder den Inhalt meiner Stellungnahme. Der Bericht ist unter "News" nachzulesen.

Mit einem besten Gruss,
Roland Rino Büchel
Dominique Lambert - 07.04.2008 21.43
Sehr geehrter Herr Büchel
Soeben habe ich erfahren, das mein Schreiben an Sie auf Ihrer Homepage als Lesermeinung veröffentlicht ist. Ich bitte Sie, dieses Schreiben so schnell wie möglich wieder zu entfernen, da es, wenn gewisse Menschen dies sehen, es mir zum Problem erwachsen könnte. Ich habe meinen Eintrag nicht für die Öffentlichkeit, sondern einzig und alleine für Sie persönlich verfasst. Ich bitte Sie deshalb, es zu veranlassen, dass mein Schreiben entfernt wird. Herzlichen Dank und ganz liebe Grüsse
Dominique Lambert
Antwort - 08.04.2008 17.37
Sehr geehrter Herr Lambert

Selbstverständlich respektiere ich Ihren Wunsch. Doch es ist so: Wenn jemand einen Ëintrag in das Gästebuch einer Webseite macht, so ist das öffentlich. Das ist der eigentliche Sinn der Sache.

Ich werde Ihre Fragen und Bemerkungen vom 22. März 2008 löschen. Meine Stellungnahme vom 24. März 2008 zum Fall mit dem komischen Zeitungsbericht werde ich hingegen stehen lassen.

Mit einem besten Gruss,
Roland Rino Büchel
 
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