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Ihre Frage, Ihr Kommentar, Ihre Kritik:
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| Mohammed Balara - 12.07.2008 01.06 |
Hallo Rino !
Ich finde Sie gute Politik machen, man kriminelle Ausländer sofort ausschaffen. Ich selber bin Ausländer, und ich verhalten mich richtig in fremde Land. Ihr Ausländerpolitik sehr gut ist, schauen sie für gute Schweiz Zukunft. Danke.
Mit freundliche Grüssen Mohammed |
| Antwort - 12.07.2008 12.17 |
Geschätzter Mohammed
Wer immer sich hinter dem Pseudonym "Mohammed" versteckt: Es freut mich, dass Sie die Ausländerpolitik der SVP gut finden. Anständig, aber mit der notwendigen Klarheit und fassbaren, begreiflichen Regeln. So muss es sein.
Wie erwähnt: Manchmal bin ich mir nicht ganz sicher, ob ein Eintrag wirklich von der angegebenen Person geschrieben worden ist oder nicht. Das ist hier der Fall. Grundsätzlich bin ich positiv überrascht, dass meine Webseite so viele Besucher hat. Immer wieder werden Fragen gestellt. Manchmal hier im Gästebuch, häufig direkt per Mail.
Ich freue mich auf künftige Fragen und werde - wo es mir möglich ist - weiterhin informative Antworten geben.
Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel |
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| Emidio - 07.07.2008 17.15 |
Herr Büchel, ich habe gelesen, dass die Uefa der Fifa für die Euro 08 2,7 Millionen Franken, d.h. 2 Prozent der Ticketeinnahmen, bezahlen muss.
Ich habe die Sendung auf Radio L gehört. Es war sehr interessant. Nach dem Gehörten stört es mich als Fussball-Fan um so mehr, dass die Uefa das Geld der Fifa bezahlt anstatt als Steuern. |
| Antwort - 08.07.2008 06.41 |
Geschätzter Emidio
Ich kann Ihnen nicht sagen, ob die Uefa der Fifa einen Obolus abliefern muss. Falls dem so wäre, würden die von Ihnen erwähnten 2.7 Millionen nur ein gutes Promille der zwei Milliarden Franken ausmachen, welche die Uefa mit der EURO 2008 eingenommen hat.
Bei einem Turnier in dieser Grössenordnung wird das Geld vor allem mit dem Verkauf der TV-Rechte verdient. Dann folgen die Einnahmen aus dem Marketing und den so genannten "Hospitality-Programmen".
Es ist für mich nachvollziehbar, dass es Sie stört, wenn ein Profit in Milliardenhöhe weder als Gewinn noch als Vermögen versteuert werden muss. Weil die Uefa eine sogenannt "gemeinnützige Institution" sein soll. Doch die Spielregeln sind im Moment so. Es ist der Uefa nicht zu verübeln, dass sie aus (teils) veralteten und fragwürdigen Gesetzen den besten Nutzen zieht.
Ihre Frage gehört deshalb den Steuerbehörden oder den zuständigen Regierungen gestellt - und zwar auf eigenössischer und auf kantonaler Ebene. (Das wurde in Bern von Nationalräten in den letzten Wochen zwei Mal gemacht, doch der partei- und fraktionslose Bundesrat Samuel Schmid antwortet entweder gar nicht oder mit den ihm eigenen Ausflüchten).
Im Kanton St. Gallen ist es zum Beispiel so, dass ein Verein steuerpflichtig wird, wenn er im Jahr 5'000 Franken vorwärts macht oder wenn er 50'000 Franken Vermögen hat. Somit kennen Sie den Grund, weshalb keiner der etwa 60 internationalen Sportverbände mit Schweizer Hauptsitz von St. Gallen aus geschäftet...
Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel |
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| Emidio - 23.06.2008 23.47 |
Herr Büchel, besten Dank für ihre Antwort. In der aktuellen NZZ am Sonntag habe ich einen hochinteressanten Artikel über die Machenschaften der UEFA während der Euro 08 gelesen. Der Journalist schreibt dazu:
"Die Sponsoren setzen ihre Regeln nicht nur im Stadion durch sondern immer mehr auch im öffentlichen Raum. Die Uefa übernimmt derweil die Rolle des Gesetzgebers und Polizisten. Das heisst: Sie diktiert, sie sichert, sie kontrolliert, sie setzt sich durch."
Die UEFA soll eigene Kontrolleure haben, die eigentliche Staatsaufgaben übernehmen. Auch für eine Europameisterschaft - und ich bin ein grosser Fussballfan - sollten wir uns das nicht gefallen lassen. |
| Antwort - 24.06.2008 12.54 |
Geschätzter Emidio
Auch ich habe den Artikel gelesen. Und ich bin mit der "NZZ am Sonntag" einverstanden. Allerdings ist die Uefa nicht "schuld" daran, dass der damalige Bundesrat Villiger mit einer Blankounterschrift Millionen an Steuergeldern in den Sand setzte. Das war schon im Jahr 2002.
Die Uefa kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass Bundesrat Schmid später den öffentlichen Raum für die EURO 2008 quasi "verschacherte".
Die Uefa sagt, dass sie während des Anlasses 6'900 sogenannte "Law Enforcement Officers" einsetzt. Das heisst, dass sie so tut, als ob ihre Kontrolleure sich wie die Polizei gebärden dürften. Das ist ein blanker Unsinn.
Die sogenannten Sicherheitskosten sind nun plötzlich zwanzig Mal höher als ursprünglich vorgesehen.
Der fraktionslose Bundesrat Samuel Schmid hat das Parlament und die Steuerzahler in dieser Sache mehrmals hinters Licht geführt. Ich bin froh, dass solcherlei Machenschaften endlich an den Tag gekommen sind. Das wird von den Bürgern nicht mehr akzeptiert.
Dazu gibt es am kommenden Sonntag eine Hintergrundsendung auf "Radio Liechtenstein". Von 11 bis 12 Uhr diskutieren Guido Tognoni (ehemals Fifa und Uefa), ein hochrangiger Vertreter der St. Galler Polizei, der Verantwortliche der "UBS Arena" und ich. Das kann interessant werden.
Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel |
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| Emidio - 18.06.2008 20.33 |
Herr Büchel, ich habe in einem Interview mit Fifa-Präsident Sepp Blatter gelesen, dass die Fifa für die drei Weltmeisterschaften von 1990 bis 1998 (Italia 90, USA 94 und France 98) für Fernsehrechte etwa 350 Millionen Franken eingenommen hat und dann für 2002 und 2006 (Japan/Südkorea und Deutschland) um die 2.8 Milliarden Franken.
Zusammen mit den Europameisterschaften und der Championsligue muss es noch viel mehr sein. Können solche sehr hohen Zahlen überhaupt stimmen? |
| Antwort - 20.06.2008 06.49 |
Geschätzter Emidio
Zu Ihrer Frage: Ich habe es abgeklärt; die Zahlen stimmen.
Champions League und Fussball-Europameisterschaften bringen - Ihre Vermutung ist richtig - noch mehr ein. Allein für die jetzige EURO 2008 sind mehr als 1.1 Milliarden Franken Gewinn budgetiert. Rein netto. Der grösste Teil kommt aus der Vermarktung der Fernsehrechte. Auch das "klassische" Marketing spült viele hundert Millionen in die Kassen. Dagegen machen die Einnahmen aus dem Ticket-Verkauf nur noch sieben Prozent aus!
Die Gewinne der beiden "Goldesel" European Champions League und EM fliessen jedoch nicht in die Kassen der Fifa. Dieses Geld geht an die Uefa. Dort amtet Michel Platini, der ehemalige französische Starfussballer, als Präsident. Die Kassen dieses (europäischen) Verbandes sind von denen des Weltfussballverbandes unabhängig. Der Sitz der Uefa ist in Nyon (VD), derjenige der Fifa befindet sich in Zürich.
Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel |
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| Josef Zoller - 15.06.2008 10.16 |
Ihr Leserbrief in der NZZ am Sonntag
Sehr geehrter Herr Büchel
In Ihrem Leserbrief schreiben Sie, dass EU-Richter den Bau einer Verbindungsstrasse verhindert hätten. Ich habe die Vermutung, dass Sie das
abgelehnte Projekt der S-18 in Lustenau vor Auge haben.
Wenn ja, dann empfehle ich Ihnen sich auch nachträglich noch korrekt zu informieren. Sie können dies bei der Ortsgemeinde Au SG oder auch bei der Vorarlberger Landesregierung tun. Den Ablehnungs-Entscheid fällte nach meinen Kenntnissen das oberste Gericht von Österreich auf der Basis Gesetzesbestimmungen des Landes.
Ich erwarte von Politikern, dass Sie mit Sachverhalten sorgfältig umgeben und sachlich korrekt informieren.
Mit freundlichen Grüssen Josef Zoller |
| Antwort - 16.06.2008 06.53 |
Sehr geehrter Herr Zoller
Auch ich vertrete die Ansicht, dass es sehr wichtig ist, dass Politiker sachlich korrekt informieren. Das gilt auch für Einträge in diesem Forum. Vor allem wenn sie als "Empfehlungen" daherkommen. Wie bei Ihnen.
In einem Punkt haben Sie recht. In meinem (von der Zürcher Redaktion stark gekürzten) Leserbrief ging es am Rande auch um die S18. Das eigentliche Thema war jedoch ein komplett verdrehter Artikel gegen die Rheintaler, welchen die "NZZ am Sonntag" vor einer Woche veröffentlicht hatte. Wir seien "Stumpen-Schweizer" und “Hundefleischesser“, hiess es darin. Und viel Übles dazu.
Zurück zu Ihrem Eintrag: Es scheint, dass wir politisch verschiedener Ansicht sind. Fair zu argumentieren, sollte trotzdem möglich sein. Es ist nicht seriös von Ihnen, den Lesern den Urteilsspruch des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu unterschlagen. Dieses Urteil wurde am 23. März 2006 in Luxemburg veröffentlicht.
Hier ein Ausschnitt, für ein leichteres Verständnis etwas gekürzt:
“Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) für Recht erkannt und entschieden: Die Republik Österreich hat gegen ihre Verpflichtungen aus Artikel 4 Absätze 1 und 2 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 in der durch die Richtlinie 97/49/EG der Kommission vom 29. Juli 1997 geänderten Fassung verstoßen, indem sie mit den Gebieten Soren und Gleggen-Köblern Teilgebiete nicht in dieses BSG aufgenommen hat.“
Die Gegner der S18 drohten schon wenige Tage später: "Das Verfahren wird entweder, EuGH–gemäß, mit der Aufhebung des Naturschutzbescheides enden oder in eine neue Klage beim EuGH münden müssen." Das war am 28. März 2006.
Darauf sagten die österreichischen Richter sinngemäss, dass man jetzt halt nicht mehr anders könne. Sie unterwarfen sich EU-Recht; damit war die dringend notwendige Verbindungsstrasse definitiv versenkt.
Mit freundlichen Grüssen,
Roland Rino Büchel |
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