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Franz B. - 28.07.2008 17.13

Grüezi Roland

Was sagen sie zur Idiotie von der Offroader-Initiative? Bastien Girod von den jungen Grünen hat gemäss Sonntagsblick über 147'000 Unterschriften gesammelt und will jetzt von den 273 Modellen die in der Schweiz verkauft werden, 65 verbieten. Dabei gibt es doch gar nicht so viele Offroadermodelle!

Antwort - 29.07.2008 06.41

Geschätzter Franz

Jede/r hat in der Schweiz das Recht, eine Initiative zu starten. Die "Jungen Grünen" (vor allem Städter aus Zürich, Bern und Genf) haben es geschafft, die benötigten Unterschriften zusammenzutragen. Deshalb wird das Volk darüber abstimmen müssen.

Ein paar Punkte zum Inhalt. (Ich musste nachlesen und bin erschrocken dabei. Denn wieder einmal soll der Staat die Schweizer Bürger "erziehen" und - ganz offensichtlich - den Rest der Welt dazu.)

Initiant Girod sagt: "Zwei Drittel aller Fahrzeuge wären ja weiterhin zugelassen." - Also würde jedes dritte Modell verboten! Es geht dabei längst nicht nur um so genannte "Off-Roader" oder "SUVs". Weg von den Strassen müssten alle Personenwagen, welche

- schwerer sind als 2.2 Tonnen
- über 10.5 Liter verbrauchen (fängt z.B. schon beim etwas stärkeren VW Golf und dem Kia Familienkombi an)
- keinen Partikelfilter haben (bei Dieselfahrzeugen)
- eine "gefährliche Frontpartie aufweisen" (...)

"In zwei Wochen Arbeit" hat der junge Nationalrat Girod selbst bestimmt, welche Fahrzeuge gemäss seiner Auffassung eine "gefährliche Front" haben. Im Stil eines kommunistischen Diktators will er die Schweizer und die ganze Welt bekehren. Er sagt mit voller Überzeugung, dass "die Schweiz der Welt vorleben muss", was richtig und was falsch ist.

Unsere Umwelt liegt auch mir am Herzen. Trotzdem betrachte ich diese Initiative als einen unsäglichen Humbug. Immerhin hat sie den jungen Bastien Girod bis in den Nationalrat gespült. Damit ist der eigentliche Zweck schon längst erfüllt.

Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel

Fidel Castro - 28.07.2008 10.51

Jetzt hat sogar ein SVP-Politiker einen Glücksgriff gelandet und den Rücktritt von Obermilitarist Nef vorausgesagt.
Büchel, wenn du wirklich eine Ahnung von Politik hast, sagst du uns, wann Bundesrat Schmid zurücktritt und es endlich vorwärts geht mit der Abschaffung der überflüssigen Armee!

Antwort - 29.07.2008 06.32

Geschätzter "Fidel"

Es freut mich, so berühmten Besuch auf meiner Webseite zu haben. Wegen meines "Glücksgriffs" zum endgültigen Rücktritt von Armeechef Nef: Sie beziehen sich wahrscheinlich auf meine Antwort an Hampi. Das war vor einer Woche. In den Tagen darauf sind die Dinge so gekommen, wie sie kommen mussten. Vieles hat sich abgezeichnet.

Zum (fälligen) Rücktritt von Bundesrat Schmid: Da wage ich keine Prognose. Der Mann ist eher zäh als gut, mehr Apparatschik als Leader.

Zum Schluss noch etwas: Wenn Sie die Schweizer Armee wirklich abschaffen wollen, lassen Sie Schmid am besten im Amt. Der Verteidigungsminister trägt mit seinen Nicht- und Fehlentscheiden wohl mehr zur Abschaffung bei als jeder Aktivist der GSoA. ...
 
Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel

Hampi - 22.07.2008 08.35

Hoi Roli
Ist es nicht eine Entäuschung, dass der Armeechef Nef nicht entlassen sondern nur bis Ende August beurlaubt worden ist? Und ist es nicht fast unglaublich,dass Militär- und Sportminister Schmid nach seinen Flops mit dem Dutzend Toten auf der Jungfrau und auf der Kander und dem Skandal um den Armeechef immer noch im Amt ist? Auch das mit den viel zu viel Steuergeldern für die Euro 2008 ist ja seine Schuld. Ich verliere das Vertrauen in die Schweiz.
Gruss, Hampi

Antwort - 22.07.2008 12.58

Lieber Hampi

Der Unteschied zwischen "beurlaubt" und "entlassen" ist kein grosser. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Nef auf seinen Posten zurückkehrt?

Unser Verteidigunsminister hat ihn öffentlich auf den Grill gelegt und die Kohle darunter angezündet. Ich mache jede Wette, dass Nef seinen Rücktritt noch vor Ende Juli bekannt geben wird. Und zwar "freiwillig", was das auch heissen mag... 

Das Hauptproblem und der Hauptakteur in diesem bizarren Stück ist Bundesrat Schmid; das sehe ich so wie Du. Auch die Zeitungskommentatoren sind davon offenbar mehr und mehr überzeugt.

"Wer einen anderen für eigene Fehler büssen lässt, anstatt selbst die Konsequenzen zu tragen, hat das Vertrauen nicht mehr verdient", schreibt die "Luzerner Zeitung" (über Schmid) heute.

Als "brillant und perfid zugleich" wird Schmids Vorgehen in der "Südostschweiz" dargestellt. Die Beurlaubung Nefs zeige fast schulbuchmässig, welch perfide Intelligenz Politiker entwickeln könnten, wenn es darum gehe, den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Da habe ich nichts beizufügen. Dass Du Mühe hast, solchen Personen zu vertrauen, ist verständlich. Doch das ist kein Grund, den Glauben "an die Schweiz" zu verlieren. Unser Land hat in allen Belangen mehr zu bieten als falsch spielende Politiker "à la Schmid".

Mit einem besten Gruss,
Roland Rino Büchel

antiSVP - 21.07.2008 09.52

Jetzt tönst du dann ganz wie dein Papi Blocher. Wenn du wenigstens etwas mehr Fantasie hättest und in deiner Antwort nicht fast das gleiche erzählen würdest wie er in seinem Interview auf seinem Propagandaprogrämmli teleblocher.ch. Freu dich nicht zu früh, wir Grünen werden den Militärkopf Schmid sicher nicht unterstützen. Er hat sich hinter den anderen obersten Militärkopf gestellt, der seine ex-Freundin jahrelang belästigt hat. Gewalt an Frauen wie von diesem Militärgeneral werden wir nie aktzeptieren!!!

Antwort - 21.07.2008 12.09

Geschätzte/r „antiSVP“

Es freut mich, dass auch Sie denken, dass Bundesrat Schmid eine Fehlbesetzung ist. Zwei Punkte in Ihrem Beitrag, jedoch, sind neu und interessant.

Erstens:
Sie geben einen Teil Ihrer Anonymität auf und sagen, dass Sie in einer Partei sind. 

Zweitens:
Sie schreiben, dass ich in meiner Antwort „fast das Gleiche“ sage wie Christoph Blocher in seinem Interview. Ich habe die Sendung nicht gesehen. Interessant ist eines: Ich schrieb meine Antwort am Donnerstag, um 07.03 Uhr am Morgen. Die Interviews auf „Teleblocher.ch“ erscheinen jeweils am Wochenende.

Bleiben wir also bei Ihren Phantasien und machen den Umkehrschluss: Christoph Blocher hätte meine letzte Antwort in diesem Gästebuch gelesen und danach im Interview „fast das Gleiche“ gesagt wie ich. – Bleiben Sie bitte auf dem Boden.

Zum parteilosen Bundesrat Schmid:
Er hat angekündigt, heute nochmals vor die zu Medien treten. Dann werden wir sehen, wie er sich – hoffentlich für einmal ohne Lügen – zur Affäre Nef/Schmid stellt und welche Konsequenzen er zieht.

Wenn ich die heutigen Zeitungen lese, scheinen sich die Kommentatoren einig: Der gescheiterte Bundesrat soll den Hut nehmen. So schreibt zum Beispiel Peter Hartmeier, Chefredaktor beim Zürcher Tagesanzeiger: „Bundesrat Samuel Schmid hat während seiner Karriere kaum je Führungseigenschaften bewiesen. Sein Versagen in den letzten Tagen und sein Desinteresse sind deshalb nicht wirklich erstaunlich. Sein Rücktritt ist unausweichlich.“ 

Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel 

antiSVP - 16.07.2008 23.36

Habt ihr militärischen SVP-Sturköpfe mit eurem Bundesrat Schmid und dem die Frauen nötigenden Armeechef Nef nicht endlich genug Unheil angerichtet? Es ist Zeit um Milliarden zu sparen und die Armee abzuschaffen. Es nützt nichts wenn die Soldaten vor den Botschaften stehen und bei Fussballspiele den Verkehr regeln. Nennt man das jetzt Ausbildung?

Antwort - 17.07.2008 07.03

Geschätzte/r "antiSVP"

Wieder aktiv? Wenn Sie an "militärische Sturköpfe" schreiben wollen, müssen Sie sich an andere Personen richten. Trotzdem werde ich versuchen, eine Antwort zu geben.

Zu Samuel Schmid:
Der Mann ist Bundesrat in Gnaden der FDP, CVP, SP und der Grünen. Er ist im Moment fraktionslos und ohne politische Partei. (Dem Vernehmen nach soll er der Minigruppierung BDP noch nicht beigetreten sein. Zudem gibt es die Partei auf nationaler Ebene noch nicht. Ich bin überzeugt: Bis sich jene Ansammlung von Opportunisten zu einer Gründung finden, wird es Herbst.)

Zum Chef der Armee:
Was Nef mit der SVP zu tun haben soll, ist noch schleierhafter.

Zur Abschaffung der Armee:
Wenn Sie die Armee abschaffen wollen, können Sie eine Initiative starten. Die Spielregeln sind klar: 100'000 Unterschriften sammeln, dann muss das Schweizer Volk abstimmen. Die GSoA (Gruppe für eine Schweiz ohne Armee) hat dies schon zwei Mal versucht. 1989 waren 64.4% gegen die Initiative, im Jahr 2001 wollten sogar 76.8% der Schweizerinnen und Schweizer die Armee am Leben erhalten. Für weitere Informationen müssen Sie sich an die Spezialisten zum Thema "Militär" wenden. Das bin ich nicht. 

Zu den "Fussballspielen":
Sie sprechen wahrscheinlich die abgelaufene EURO 2008 an. Ich gehe mit Ihnen einig: 123'935 Diensttage durch 10'614 Soldaten, welche sich im Juni mehrheitlich gegenseitig auf den Füssen herumtrampelten, sind zu viel. Es passt jedoch zum mässig effizienten Korps unter einem ineffizienten Bundesrat Samuel Schmid. Wenn der führungsschwache Minister so weitermacht, fügt er der Armee mehr Schaden zu als es die GSoA mit all ihren Aktionen je geschafft hat. 

Zu Bundesrat Schmids Umgang mit den Steuergeldern:
Der Verteidigungs- und Sportminister rührt offenbar gerne mit der grossen Kelle an. So hat er dem nationalen Parlament im Jahr 2002 gesagt, dass die EURO 2008 uns Steuerzahler 3.5 Millionen Franken kosten würde. Es waren dann allein auf Bundesebene über als zwanzig Mal mehr. Nehmen Sie die Kosten der Kantone und der Städte dazu - und Sie sind bereits beim Fünfzigfachen der ursprünglich deklarierten Auslagen!

Entweder kann Bundesrat Schmid nicht rechnen. Oder er hat den National- und den Ständerat angelogen. Schon vor sechs Jahren. Wie jetzt im "Fall Nef" offenbar den Gesamtbundesrat und die Öffentlichkeit.

Mit einem freundlichen Gruss,
Roland Rino Büchel

 
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